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A Feast For Crows: Re|Awakening

Der Sound wird eigenständiger
Wertung: 8/10
Genre: Modern Metal, Metalcore, Melodic Death Metal
Spielzeit: 41:54
Release: 22.02.2019
Label: Eigenproduktion

Gerade mal drei Jahre ist es her, dass die Jungs von A Feast For Crows ihr Debüt „Let The Feast Begin“ auf den Markt warfen, zwei Jahre später folgte die deutlich soundgebesserte Re-Version der Scheibe – mit „Re|Awakening“ ist nun seit bereits vier Wochen ein gänzlich neues Album im Backkatalog der Truppe zu verzeichnen und was soll ich sagen: Der Sound ist druckvoller, die Musik härter, man darf sich auf angenehme Überraschungen einstellen.

Zwar bedienen sich die Krähen weiterhin einer elektrisch aufgeladenen Mischung aus Modern Metal, Melo Death und Metalcore, gerade Sänger Killian brodelt aber deutlich zorniger ins Mikrophon, was sich ja schon auf der Zweitversion von „Let The Feast Begin“ abzeichnete, bei der er erstmals als neuer Sänger vorstellig werden durfte. Die heilige Dreifaltigkeit aus Metalcore-Shouts, Grind-Growls und fast BM-lastigem fiesem Gekeife gibt es dann sogar bei „No Way Out“ auf die Ohren, einem Track, der sich allein dadurch und durch seinen dynamischen Refrain auf die Liste der Anspieltipps setzt.

Überhaupt lassen sich die Münchner bei den Refrains nicht lumpen und kratzen damit immer auch mal am Göteborg-Sound, ältere und auch neuere In Flames lassen da schon mal grüßen. Dabei scheinen A Feast For Crows aber so langsam ihren ganz eigenen Sound gefunden zu haben, bei dem Keyboard-Spielereien zwar einen festen Platz einnehmen, aber zum Glück nie dem Rest der Band die Schau stehlen und meist durch ordentlich druckvolles Drumming aufgelöst werden.

Da mag der geneigte Electrogegner zwar im Einstand „No Salvation“ noch kurz Herzflattern bekommen, bei dem durchschlagenden Instrumentals, die rasch den Raum einnehmen, dürfte die Angst aber gleich wieder verfliegen – Modern Metal wird hier anständig entstaubt und heftig gefeiert.

Ein paar kleinere Einbrüche gibt es dann doch zu vermelden: „Delusionist“ tönt zwar knackig durch die Boxen, ist aber bei weitem nicht so spannend wie zum Beispiel das bereits erwähnte, knüppeldicke „No Way Out“, und auch das Instrumental „False Hope“ macht als Live-Intro sicherlich ordentlich was her, hätte aber nicht unbedingt einen eigenständigen Platz auf der Tracklist gebraucht.

So oder so, die neue Scheibe kann so einiges mehr als die bisherigen Veröffentlichungen der Bayern: Die Truppe gibt sich deutlich härter, ohne ihn Prügelorgien auszuarten, auch die Mischung zwischen Melo und Death klingt sehr viel ausgewogener. Allmählich kann man hier wirklich von einem eigenständigen Sound reden, mit dem A Feast For Crows ordentlich umzugehen wissen.

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