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A Feast For Crows: Let The Feast Begin

Man darf gespannt sein, wie die Band aus den Kinderschuhen herauswächst
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore, Modern Metal, Melodic Death Metal
Spielzeit: 24:41
Release: 07.01.2016
Label: Imperishable Recordings

Begriffe wie “Modern Metal” oder “Core” entlocken heute nur noch den wenigstens Musikfans Begeisterungsstürme, eher ein skeptisches Hochziehen der Augenbraue und ein zaghaftes Aufdrehen der Lautstärke, nur um dann in vielen Fällen gelangweilt abzuwinken. Die fünf Herren von A Feast For Crows wollen dem Einzug haltenden Einheitsbrei die Stirn bieten (wie so viele Bands) und neuer, frischer und interessanter klingen als ihre Genrekollegen.

Im  Februar wird die Truppe erst ein Jahr alt, entsprechend bildet die vorliegende EP „Let The Feast Begin“ das erste Lebenszeichen. Klar hat das Quintett schöne Instrumentalpassagen, von zwei Gitarristen getragene Riff-Brecher und teils wirklich interessante Arrangements zu bieten, der wirkliche Wiedererkennungsfaktor wird aber von Sänger DJ unterschrieben, dessen Stimme sicherlich nicht überall Gefallen finden wird, für mich persönlich aber ordentlich Spannung in die Mischung aus Metalcore, Modern Metal und Melodic Death Metal bringt: Mal nasal, mal ein bisschen quengelig, mal kraftvoll shoutend bringt der Fronter direkt nach dem Intro bei „The Forgotten Ones“ (das mit schwurbelnden Samples startet, die Schlimmes verheißen, sich dann aber dankenswert unauffällig verhalten) schon eine Leistung, die aufhorchen lässt. Ob die leicht schiefen Töne immer so gewollt sind und einfach DJs Stimmvolumen entsprechen, bleibt mal dahingestellt, so oder so schnellt der erste Daumen schon mal nach oben.

Auch der Bandsong „A Feast For Crows“ kriegt charmant die Kurve zwischen Core-lastigem Geschrei in den Strophen und eher Melodie orientiertem Refrain, der übrigens schon beim ersten Durchlauf ins Ohr geht und sich spätestens bei Runde vier in die Großhirnrinde gefressen hat. Bei „Trail Of Tears“ fällt die Leistung dann ein wenig ab, klanglich entsteht hier eher der Eindruck, dass gegeneinander agiert wird statt miteinander – dabei sind die einzelnen Komponenten aber wieder verhältnismäßig stark: Drummer Marco füllt immer wieder mit tighten Schlägen die Pausen auf, während die beiden Gitarristen Markus und Martin sich gegenseitig hochpushen – nur will der Funke hier nicht so recht überspringen.

„What Has Been Said…” verbreitet dann vornehmlich durch die sägenden Gitarren eine schön gruselige Stimmung, DJ läuft zu Hochtouren auf und schreit sich im Refrain die Stimmbänder wund; ein wirklich starker Song!

Insgesamt lässt sich nur schwer ein Fazit unter die Erstlings-EP der Bayern ziehen. Einerseits gibt es Hammertracks wie „What Has Been Said…“ oder „The Forgotten Ones“ zu bestaunen, die sicherlich auch Live zu Dauerbrennern werden, andererseits klingt die ganze Sache aber noch nicht ganz rund. Allerdings steckt die Band ja Backkatalog-mäßig noch in den Kinderschuhen – gespannt auf weitere Releases kann man auf jeden Fall sein!

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