Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

A Feast For Crows: Let The Feast Begin (Re-Issue)

Deutlich mehr Spaß und ein besserer Sound
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore, Modern Metal, Melodic Death Metal
Spielzeit: 24:41
Release: 11.05.2018
Label: Eigenproduktion

Dem einen oder anderen wird der obige Titel bekannt vorkommen: Das liegt vor allem daran, dass die junge Modern-Metal-Truppe A Feast For Crows ihr Debüt „Let The Feast Begin“ bereits vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlicht hat. Nun aber hat sich einiges getan: Sänger DJ ist nicht mehr Teil der Band, dafür hat man sich mit ex-Renegade-Sänger Kilian einen neuen Brüllwürfel ins Boot geholt und im Zuge dessen beschlossen, die sieben Songs noch mal neu aufzunehmen. Keine schlechte Idee, haben die Fans doch so den direkten Vergleich – zumal die Band bereits Songs für ein neues Album in der Tasche hat, die nur noch darauf warten, aufgenommen zu werden. So kann man sich direkt mal von den Qualitäten und der stimmlichen Breite des neuen Fronters überzeugen.

Tatsächlich präsentiert sich Kilian auf seinem Einstand deutlich brutaler und deftiger als sein Vorgänger, der ja gelegentlich mit recht nasalen und quäkigen Vocals erst mal für Stirnrunzeln sorgte, was sich letztlich aber meistens recht gut in den Sound einfügen konnte. Auf der Neuveröffentlichung gibt es da aber kaum ein Wenn und Aber – deftige Growls, ordentliche Screams und auch mal mit tiefer Stimme vorgetragene Sprechpassagen malen hier ein düsteres, aber durchweg überzeugendes Bild.

Schon auf der Erstausgabe konnte beispielsweise das starke „The Forgotten Ones“ überzeugen (trotz des immer noch fehlgeleiteten, kurzen Keyboard-Geschwurbel im Intro), auch im neuen Gewand kommt der Song mit ordentlich Dampf aus den Boxen, gerade zum Refrain hin überzeugt Kilian sowohl mit fiesem Gekeife als auch mit tiefen Growls. Schön schwungvoll auch der Titeltrack, der schon im letzten Review noch mal Punkte dazu holen konnte.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung der Truppe dann aber bei einem Song wie „Trail Of Tears“, das in seiner Urform noch ungeschliffen und teils unkoordiniert daherkam und mittlerweile deutlich tighter und konzentrierter durch die Boxen tönt. Hier spielt niemand mehr nebeneinander her, sondern man zerlegt das Set gemeinsam; das stolpernde Chaos, das im Refrain vorherrscht, scheint jetzt mehr Methode zu haben und verleitet eher zum Ausrasten als zum Augenverdrehen.

Das eh schon sehr gute „What Has Been Said...“ bekommt durch Kilians tiefe Stimme in der ersten Strophe schon einen fast symphonischen Touch, sogar ein Hauch Goth Rock spielt da mit rein; eine überraschende Kehrtwende, die den Song sogar noch deutlich spannender macht als in der Vorgängerversion.

In diesem Fall bleiben die Anspieltipps und auch die Punktzahl erst mal gleich, man kann die 7,5 Zähler aber mit einem deutlich besseren Gefühl geben. Die Band klingt wesentlich mehr nach einer Einheit, die Songs sind deutlich besser produziert als noch vor zwei Jahren und man hat sich Mühe gegeben, für die Fans nicht einfach einen Abklatsch der Debüt-EP zu produzieren. Laut Band könnte das neue Album schon im November erscheinen – mit dem neuem Sänger und hörbar mehr Begeisterung.

comments powered by Disqus

Bundeswehr-Musikkorps und U.D.O. für den guten Zweck

Delirious und Terrorblade im Rausch der Kanalfahrt

Darkness Drummer Lacky beim Selbstversuch mit dabei