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A Dead End Society: The Urns In Our Hands

In dieser Band steckt Potential
keine Wertung
Genre: Metalcore
Spielzeit: 14:38
Release: 02.01.2011
Label: Eigenproduktion

Die Zeit, in der Metalcore-Bands mit ihrer Musik überraschen konnten, ist lange vorbei. Es gibt kein Riff, das man nicht schon irgendwie gehört hat, kein Breakdown, das einem von irgendwoher bekannt vorkommt, keine Songstruktur, die einen nicht an irgendetwas erinnert. Das wissen auch A Dead End Society, eine junge und frische Metalcore-Truppe aus Sachsen. Dennoch bedienen sie sich an so vielen verschiedenen Elementen der Genre-Vorreiter, dass gerade die neue Mischung diese Band so besonders macht.

Begonnen wird die EP durch ein Zitat des indischen Philosophen und Autors Jiddu Krishnamurti, das die Gesellschaft und insbesondere ihren Umgang mit der Welt kritisiert. Während das Zitat inhaltlich sehr gut zum folgenden Song passt, wirkt es ohne musikalisches Intro zum nächsten Titel doch sehr fehl am Platz und wird wahrscheinlich nach dem ersten Hören nicht weiter beachtet werden.

Nach dem etwas misslungenen Intro sollte sich das Hauptaugenmerk nun jedoch auf die Musik richten. Hat man nach den ersten Sekunden von „Dust To Ashes“ aufgrund des etwas unsauber wirkenden Riffs noch das Gefühl, man müsse die EP gar nicht zuende hören, wird man vom nächsten Riff so gut wie erschlagen. Präzises Gitarrentapping im eher progressiven Stil von Within The Ruins, starke Vocals und abwechslungsreiche Drums sorgen dafür, dass einem der Song nicht mehr so schnell aus dem Ohr geht. Anschließend eine nahezu perfekte Bridge, die per Gitarrensolo und gesprochenen Vocals zum ebenfalls starken Breakdown führt. Ein absolut starker Song!

„The Hangman's Dice“ klingt da schon eher wieder nach einem typischen, leider auch langweiligen Metalcore-Riff, das erst später durch etwas progressivere Anleihen, die durchaus mit den großen August Burns Red mithalten können, ausgebaut wird. Mit einer vielleicht nicht allzu innovativen, aber dennoch soliden Songstruktur, hält sich der Song über vier Minuten lang, ohne langweilig zu werden. Er kann zwar nicht an den Opener anknüpfen, bleibt aber dennoch durchgehend auf hohem Niveau.

Ähnliches wie für Track Nummer zwei gilt auch für „Rape“, ein zweiminütiges, peitschendes Stück mit ordentlich Tempo und ordentlich Druck. Auch hier ist wieder eine ausgefeilte, dennoch wirklich nicht besondere Songstruktur zu erkennen, stattdessen ist es wieder das typische Metalcore-Schema. Dies ist natürlich nicht unbedingt negativ zu bewerten; nach dem Eröffnungs-Track, den A Dead End Society hier vorlegen, sind die Ansprüche an die folgenden Songs aber dementsprechend hoch.

Das Intro-Riff zu „Apathy Within“ wirkt leider wieder ein wenig unpräzise, angesichts des ersten Tracks scheint es aber ein gutes Omen zu sein. Der Abschlusstrack der EP peitscht sofort mit rasender Geschwindigkeit und einer hörenswerten Melodie los und fällt sofort positiv auf. In der Mitte des Songs nimmt die Qualität leider kurzzeitig ein wenig ab, jedoch wird die starke Melodie schnell wieder aufgenommen und leitet in ein Gitarrensolo über, das diese EP nach etwa 15 Minuten ausklingen lässt.

Abschließend lässt sich sagen, dass A Dead End Society zwar scheinbar viele bekannte Bands dieses Genres in ihre Musik einfließen lassen haben, jedoch konnten sie das Material so gut verarbeiten und mit ihren eigenen Ideen vermischen, dass daraus eine wirklich starke EP geworden ist, die sich vor Platten der Szene-Größen auf keinen Fall verstecken muss. Einzig zu bemängeln sind die teils unsauber wirkenden Riffs, die den Hörspaß jedoch auf keinen Fall verderben. In dieser Band steckt definitiv Potential!

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