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A Compilation 3

Wertung: 99/10
Genre: Gothic Rock, Folk, EBM, Dark Electro
Spielzeit: 132:5
Release: 13.06.2008
Label: Black Rain

Manche Sampler wurden in Erinnerung an ein erinnerungswürdiges Ereignis zusammengestellt, andere enthalten die angesagtesten Songs aus einer bestimmten Zeit – „A Compilation 3“ hingegen gibt einen Überblick über die Veröffentlichungen von fünf Labels: Auf zwei CDs werden mit 28 Tracks ebenso viele Bands vorgestellt, die bei Black Rain, NoiTekk, Ars Musica Diffundere, FunkWelten oder Firezone Records ihren Vertrag unterschrieben haben.

Die zwei CDs des Samplers setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Beschäftigt sich CD 1 noch zu einem großen Teil mit Folk- und Gothic-Elementen, so geht es auf CD 2 vor allem elektronisch zu.

Mit „Stain Glass Colours“ von Dandelion Wine wird die erste CD eher sanft eingeleitet: Einige Folkinstrumente, ein stark verzerrter, elektronischer Bass und programmierte Drums kommen zum Einsatz, über allem schwebt die weibliche Gesangsstimme – Dark Wave mit Folkelementen ist hier die Devise.

Der Folgetrack von Rise And Fall Of A Decade, „In The Time When”, erinnert in seinem Wesen ein wenig an die Pop-Songs von Moby: Sehr ruhig angelegt, eine weibliche Singstimme, Klavier in Begleitung des Basses. Durch all dies lässt sich der Song in den Bereich des „Dream Pop“ einordnen.

Weiter geht es mit Novalis Deux: „Passing By“ ist ein Neofolk-Track, der die ruhige Stimmung der vorhergehenden Lieder aufgreift, auch wenn er einen leicht verstört wirkenden und überraschenden Höhepunkt aufweist.

„Greed Machine“ von Killing Ophelia liegt von der Musikrichtung her zwischen Industrial und Dark Electro, ein Song, dessen Melodien gelungen sind und in dem immer wieder neue Synthesizer-Klänge für Abwechslung sorgen.

The Pussybats bieten mit “Miss Purgatory” ein astreines Gothic Rock-Lied, das Parallelen zu den frühen 69 Eyes ziehen lässt. Düstere, aber nicht allzu harte Riffs, tiefer Gesang, ein überzeugender Refrain und variierende Breaks sorgen für einen stimmigen Sound.

„The Day Will Come“ ist an sich ein ein recht seltsam anmutender Track von Jesus & The Gurus, der sechs Minuten lang demselben Muster aus Gitarrenriffing mit Paukenuntermalung und einem gelegentlichen Orgel- bzw. Keyboardeinsatz folgt, all dies illuminiert von einem monotonen Gesangspart.

Reliquary liefern mit „Dusk Falls“ einen Track, der von Geschwindigkeit und dem sphärischen Gesang der weiblichen Stimme her schon fast als Ambient gewertet werden könnte – wäre da nicht das Schlagzeug, welches sich immer wieder durch nüchternen Snareeinsatz äußert.

Reinen Ambient Folk bieten hingegen die Spanier Narsilion mit ihrem Stück „Desperta Ferro“ – auch hier sehr sphärischer Gesang, durch Streichinstrumente, Akustikgitarre sowie Dudelsack und Glocken begleitet.

Onyx Eyes bieten mit dem gleichnamigen Song einen ruhigeren Gothic Rock-Song, der in sich ebenfalls stimmig ist – mit klassischer Instrumentierung sowie einer Sängerin, die über weite Strecken vom Keyboarder stimmlich begleitet wird.

Hinter „Escher“ von Brillig steht ein durchaus grooviger Dark Wave-Song, der mit seinem getragenen Tempo für eine entspannte Atmosphäre sorgt, nach einer Zeit jedoch recht gleichförmig wirkt.

Ein besonderer Fall ist Atomic Neon’s „Mein Kleid“, das eine Mischung aus handgemachter und programmierter Musik zu sein scheint: Während die Gitarren- und die Bassspur augenscheinlich analogen Ursprungs sind, ist das Schlagzeug eindeutig programmiert, ein Standardrhythmus mit sirenenartigem männlichen Gesang, nicht wirklich aufregend.

Mit „Beweg Dich Nicht“ bringen Die Perlen die Elektronik zurück; der Song ist als Synthpop beschreibbar, vier Minuten ohne großartige Harmoniewechsel zu einer verzerrten Sängerin.

Den elektronischen Weg setzen Aslan Faction durch ihren Song „Bring On The Dying“ fort, bei dem es sich um einen EBM-Track handelt. Die meiste Zeit wird die Anfangsharmonie aufrecht erhalten, die Vocals sind wie beim Vorgängerstück verzerrt, allerdings auf eine düsterere Art und Weise.

Die erste CD schließen Otx mit einem weiteren Electronic-Stück ab: „To Die For A Lie“ verfügt über denselben gleichförmigen Aufbau wie die vorausgehenden Stücke, hier steht der Sänger allerdings mehr im Hintergrund.

CD Numero zwei bringt weitere 14 elektronische Tracks mit sich, größtenteils aus den Bereichen Dark Electro und EBM. Für Fans dieser Genres wird hier eine sehr gute Auswahl geboten.

„A Compilation 3“ bietet einen guten Überblick über das Sortiment der fünf oben genannten Labels, ist aber wegen des erhöhten Anteils an synthetischer Musik vor allem Elektronikern zu empfehlen.

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