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50 Stitches To Salvation: The Demo 2010

Metalcore, der auch vor Experimenten nicht zurückschreckt
Wertung: 8/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 16:06
Release: 07.01.2010
Label: Eigenproduktion

Bayern, deine Metalbands! Berühmt wurde das urigste Bundesland Deutschlands als Metal-Mekka eigentlich erst durch die Nu Metal/Crossover-Combo Emil Bulls, die seit ihrem Aha-Cover von „Take On Me“ einige großartige Alben auf den Markt geworfen hat, jetzt winkt die nächste Band aus Bavaria: 50 Stitches To Salvation hämmern dem Hörer eine gute Portion Metalcore um die Ohren, das einem Hören und Sehen vergeht – und das können sie verdammt gut! Seit 2005 sind Sänger Dominik, Drummer Moritz, Bassists Christoph und die beiden Gitarreros Felix und Jan auf den Brettern Deutschlands unterwegs, allzeit bereit, gängige Metal-Klischees in die Tonne zu kloppen.

Dabei machen die Jungs ihre Sache ziemlich gut: Wuchtige Gitarren werden von hämmernden Schlagzeugsounds durchzogen, Sänger Dominik brüllt sich die Seele aus dem Leib – an sich nichts Besonderes, dennoch weiß die Band zu überzeugen. Schuld daran ist nicht zuletzt der anfangs etwas gewöhnungsbedürftige klare Gesang, sowie die Experimentierfreudigkeit der Musiker. Metalcore muss hart und kompromisslos sein? Scheißegal, da wird mal eben eine Akustikgitarre eingebaut, die so auch bei den Latin-Metallern Ill Niño Verwendung hätte finden können. Und es passt trotz allem wie Arsch auf Eimer!

Die Herren vom Chiemsee schlagen schon mit „A Quest For Liberty“ in eine etwas experimentellere Schiene, als man vielleicht hätte erwarten können: Zu Beginn erklingt eine klare, relativ hohe Stimme, die urplötzlich in Growls und dann in astreine Core-Shoutings umschlägt – ein absolut genialer Übergang, auch wenn der klare Gesang beim ersten Song ein wenig angestrengt wirkt.

„Storms To Come“ hält genau das, was der Titel verspricht: Man vernimmt ordentliches Geschrei, dynamische Gitarren und Drums – das Ganze geht ein bisschen in die Black Metal-Richtung, gemischt mit sehr geilen Moshparts. Völlig überraschend kommt dann die eingangs erwähnte Akustikgitarre zum Einsatz, bevor der Song wieder rasant nach vorne geht. Mit „Purify The Fallen“ und einer perfekten Kombi aus klaren Vocals und Growls lassen die Jungs die EP standesgemäß ausklingen.

50 Stitches To Salvation knüpfen dort an, wo viele andere Metalcore-Bands Sicherheitsabstand halten, und machen auch vor gewagten Experimenten nicht Halt (allein der klare Gesang dürfte einigen etwas unorthodox erscheinen). Die Band tritt Klischees mit Freude in den Arsch und macht Lust auf mehr; wer sich selbst ein Bild machen will, kann übrigens die komplette Demo auf der Myspace-Seite der Band kostenlos herunterladen.

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