Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

50 Stitches To Salvation: Panta Rhei

Hier geht der Pokal an den klaren Gesang
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore, Modern Metal
Spielzeit: 48:27
Release: 21.04.2012
Label: Eigenproduktion

Das wurde auch mal Zeit: Die bayerischen 50 Stitches To Salvation melden sich zurück. Klar ist, dass man sich nach dem 2010er "Demo" noch an die Truppe erinnert, der Name ist nicht umsonst im Gedächtnis geblieben. Damals wurde mit ordentlichem Metalcore mit diversen Klischees aufgeräumt, was den Jungs direkt mal acht Zähler auf der nach oben offenen Geilheitsskala einbrachte, mittlerweile waren die Herren sogar so fleißig, dass sich ein Debütalbum aus Blut, Schweiß und Tränen herauskristallisieren konnte. Mit von der Partie: Die drei Tracks der ersten Scheibe, "A Quest For Liberty", "Purify The Fallen" und das unglaublich geile "Storms To Come," das auch zwei Jahre später noch immer massivst Spaß macht und als eines der Highlights der Platte herhalten kann.

Inzwischen hat man sich von der klassischen Metalcoreschiene ein wenig entfernt, ist reifer und komplexer geworden und lässt einige Elemente des Modern Metal mit einfließen. Bereits auf "The Demo 2010" konnte hier vor allem mit Dominiks klarem Gesang gepunktet werden - eine der wenigen Metalcorebands, wo die Clean Vocals tatsächlich über die Screams herausragten. Wenn man nun die Attribute "Metalcore" und "Modern Metal" in Kombination hört, graust es einem aber schon: Viel zu viele Stümper haben sich mittlerweile dieser beiden Stile bedient und die Kombination von harten und klaren Vocals geradezu misshandelt - an Beispielen fehlt es wahrlich nicht, 50 Stitches To Salvation reihen sich aber gottlob nicht in diese Riege ein, sondern gehen tatsächlich ihren eigenen Weg, wenn der auch des Öfteren etwas unorthodox anmuten mag.

Das flirrende Intro "Echoes" klingt irgendwie schon reichlich knuffig, wenn bei den schrillen Tönen auch gefühlte 10.000 Härchen im Innenohr absterben, "Triumph Of The Sun" prügelt dann aber natürlich direkt los. Neu ist das nicht, auf eine ruhige Einleitung so ein fieses Lied folgen zu lassen, aber solche Sachen funktionieren einfach immer nahezu perfekt, sofern sie richtig gemacht werden. Und da wir wissen, dass 50 Stitches To Salvation ihr Handwerk beherrschen, braucht man sich um solcherlei Kleinigkeiten keine großen Gedanken zu machen. Einen richtigen Überraschungseffekt hat dann der klare Gesang, der richtig genial klingt - episch erhebt sich der Refrain, man kommt aus dem Staunen kaum heraus. Wenn das so weitergeht, können die Bayern problemlos an ihre alte Form anknüpfen.

Ähnliches geschieht bei "Bright Red Sky" - der Song an sich könnte als gut gemachter, aber nicht spektakulärer Mid-Tempo-Modern-Metal-Stampfer durchgehen, zumal zwischendurch sehr merkwürdig das Tempo gewechselt wird, aber auch hier katapultiert der klar gesungene Refrain den Track auf die Liste der Anspieltipps. Als Antithese zu den Hardcore-lastigen Shouts machen sich die Vocals wirklich richtig gut und drücken dem Sound der Truppe einen unverwechselbaren Stempel auf, Gänsehaut inklusive.

Interessanterweise kratzt der klare Gesang immer so ein bisschen am Power Metal - besonders deutlich wird das beim gitarrenlastigen "Swords Of Wrath", bei dem man im Refrain richtiggehend den Pathos aus den Boxen tropfen sieht. Gut für den Nicht-Power-affinen Hörer ist, dass sich die Jungs solche Eskapaden nicht öfter leisten. Der Titeltrack besteht lediglich aus einem Instrumental, das mit dreieinhalb Minuten eine Spur zu lang ausfällt. Die letzten drei Songs machen dann das Demo aus - Review siehe unten, für alle, die sich mit der Erstscheibe nicht beschäftigt haben.

"Panta Rhei" zusammenzufassen, ist insofern etwas schwierig, da hier zwar gute Kost serviert wird, diese aber in Relation nicht mehr ganz so spektakulär rüberkommt wie noch auf der Demoplatte. Vor allem die Shouts verlieren nach einer Weile ihren Reiz, dafür überzeugen die klaren Gesangsparts aber auf ganzer Linie. Instrumentaltechnisch wird versiert agiert, aber nicht allzu viel Neues geboten - alles in allem kann sich das Debüt aber sehen lassen und ruht sich auf guten sieben Punkten aus.

comments powered by Disqus

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen