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36 Crazyfists: Rest Inside The Flames

Ein spitzenmäßiges Album
Wertung: 9.5/10
Genre: Emocore
Spielzeit: 40:30
Release: 09.06.2006
Label: Roadrunner Records

Zu Beginn meines Reviews zum neuen Album der 36 Crazyfists, welches auf den Namen “Rest Inside The Flames” hört, möchte ich zunächst einmal die Online-Promoarbeit von Roadrunner Records loben, denn was sie in letzter Zeit für ihre Fans zu bieten haben ist mehr als vorbildlich. Besonders viel einem auf, wie stark das Label “Rest Inside The Flames” schon Wochen vor der Veröffentlichung hypte. So verwöhnte man die Interessenten mit allerhand Material (Mp3 Downloads, Audio-/Videostreams, E-Card, etc.), die dafür sorgten, dass der 9.6.2006 nicht nur rot im Kalender markiert wurde, sondern auch heiß ersehnt werden durfte. Doch nun wieder zurück zu den 36 Crazyfists und ihrem neuen Album.

Die vier sympathischen Jungs aus Anchorage, Alaska konnten bereits mit ihren beiden sehr guten Veröffentlichungen “Bitterness The Star” (2002) und “A Snow Capped Romance” (2004) Aufsehen erregen, aber was sie 2006 mit “Rest Inside The Flames” vorlegen, toppt beide Vorgänger noch einmal deutlich. Hört man sich die Alben einmal hintereinander an, fällt sofort auf wie die Band die Qualität ihres Emocore/Screamo/Metalcore (wie auch immer man dieses Genre nun bezeichnen will) steigern konnte. Dies lässt vor allem am verfeinerten Songwriting und den in allen Belangen verbesserten Vocals von Brock Lindow festmachen. Des weiteren dröhnt der Sound des Albums weitaus druckvoller und differenzierter aus den Boxen, was an der überragenden Produktion von Sal Villaneuva (der auch schon mit Taking Back Sunday und den fantastischen Thursday zusammen gearbeitet hatte) liegen dürfte.

Leider habe ich nur eine Befürchtung, was die Veröffentlichung von “Rest Inside The Flames” angeht, denn in den letzten Monaten ist die Anzahl an Kritikern des Emocore/Metalcore überdeutlich gewachsen. Streckenweise zurecht, da es mittlerweile einfach viel zu viele Bands gibt, welche einfach nur billige Kopien von Killswitch Engage, Trivium, As I Lay Dying, Caliban, Bullet For My Valentine oder den viel zu früh auf Eis gelegten Finch sind. Natürlich weißt auch die Musik der 36 Crazyfists deutliche Elemente der genannten Bands auf (Thrash-Riffing, Mischung aus Screams und cleanen Vocals, Emo-Parts, usw.), aber die Band darf zu keinem Zeitpunkt mit diesen Kopien in einen Topf geworfen werden, was die größte Sorge von mir ist. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass diese wunderbaren Musiker demnächst immer in einem Atemzug mit den großen Bands dieses Genres genannt werden, denn die große Leistung der 36 Crazyfists ist, dass sie dem gesamten Genre neue Impulse und eine neue Frische verleihen können, die in jüngster Vergangenheit sehr vermisst wurde.

“Rest Inside The Flames” ist eine von Anfang bis Ende überragende Platte und Übersongs wie “I’ll Go Until My Heart Stops” oder “The Great Descent” dürften die Szene-Clubs im Sturm erobern. Neben diesen Songs stechen besonders Ohrwürmer wie “On Any Given Night” und “Aurora” hervor, bei diesen eher die Emo-Parts im Vordergrund stehen, während die härteren Parts dazu eingesetzt werden, um die Songs gegen Ende bzw. im Refrain förmlich explodieren zu lassen. Und spätestens wenn Brock zusammen mit Howard Jones (Killswitch Engage), den man für einen Gastauftritt bei “Elysium“ gewinnen konnte, den Albumtitel “Rest Inside The Flames” brüllt, gibt es kein Halten mehr.

Lasst euch die 36 Crazyfists nicht bei der anstehenden Deutschland-Tour zusammen mit Trivium und Devildriver entgehen, denn sie gelten auch als eine sehr gute Liveband, was bei diesen mitreißenden Songs auch nicht wirklich überraschend ist.

Fazit: “Rest Inside The Flames” ist ein spitzenmäßiges Album und für alle Genreliebhaber ein absoluter Pflichtkauf. Mit diesem Album setzen die 36 Crazyfists eine Meßlatte, an der sich selbst die im Review genannten Bands die Zähne ausbeißen dürften, denn einfach wird es nicht sie zu übertreffen.

Zum Schluss des Reviews der Hinweis von Roadrunner, den ihr auf jeden Fall befolgen solltet: “Unter www.roadrunnerrecords.de findet ihr den Song “I’ll Go Until My Heart Stops” vom aktuellen Album “Rest Inside The Flames” als kostenlosen Windows Media Stream.”

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