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286: 286

Nicht mehr als bloßer Durchschnitt
Wertung: 5/10
Genre: Garage hard Rock
Spielzeit: 36:23
Release: 30.11.2006
Label: Eigenproduktion

Ist das jetzt einfach nur dreist, oder letztendlich doch nur „neumodernes Musikentertainment“? So enthält der vorliegende Longplayer von 286 doch wirklich sämtliche Tracks von der EP “Profiled“ aus dem Jahre 2005! Okay, fünf Lieder hin oder her wären jetzt vielleicht nicht so dramatisch. Aber da das selbstbetitelte Werk “286“ mit insgesamt gerade einmal zehn Songs auskommen muss, kann man sich an dieser Stelle schon ziemlich veräppelt vorkommen.

Aber wie dem auch sei… Letztendlich haben sich die Gebrüder Verry samt Kollegen Adam Joad und Pete Pace in diesem Jahr erneut zusammengetan und sind mit (sprichwörtlich) einer Handvoll neuer Songs ins Aufnahmestudio einmarschiert. Da es den Herrschaften aus Los Angeles/Kalifornien dann aber wohl doch etwas zu langweilig wurde, beschloss man, kurzfristig das eben erwähnte “Profiled“ - Material nochmals neu einzuspielen, um es für das offizielle Debütalbum wieder zu verwenden.

Summa summarum befinden sich nun zehn „neue“ Tracks auf dem vorliegenden Erguss der Amerikaner, die es aber dennoch nicht groß über eine Gesamtspielzeit von 35 Minuten hinweg schaffen… Ja, so macht der Kapitalismus auch im Independentbereich Spaß. Hut ab, meine Herren!

Aber was soll’s? Allzu viel Zynismus und unnötige Aufregung hat bekanntlich noch (kaum) jemanden weitergebracht. Entsprechend sei an dieser Stelle nun auf das Gesamtwerk des Rock-Quartetts von 286 eingegangen. Und dieses ist… sagen wir mal vorsichtig… manches Mal doch recht kraft- und saftlos.

Sicherlich ist der hier Dargebotene raue „Straßen- und Garagen-Hardrock“ Geschmackssache. Insbesondere dann, wenn er mit Zutaten aus den 70er Jahren und dem (damals legendären) Crossoversound von Rage aginst the Machine vermengt wird… Produktionstechnisch schöpft die Eigenproduktion (ich konnte hier beim besten Willen kein dazugehöriges Label ausfindig machen) zwar so ziemlich aus den Vollen, verliert sich aber dennoch zu sehr im routinierten Einheitsbrei der Langeweile.

Aber wer weiß: Vielleicht soll dies letztendlich bei jenem „Knetwerk des Repertoire-Rocks“ auch so sein? Keine Ahnung… Jedenfalls vermögen nicht einmal die vereinzelten Punk-Attitüden, dass der gern zitierte „letzte Funke“ bei mir überspringt. Soll heißen: “286“ lässt mich - trotz einzeln vorhandener Stärken - ziemlich kalt (und so etwas ist eigentlich ziemlich selten bei mir).

Fazit: Entweder war ich dieses Mal einfach nicht der richtige Redakteur oder habe lediglich einen schlechten Tag für diese CD-Kritik erwischt. Schwierig zu sagen… Aber letztendlich sollte ein Rockalbum dennoch mehr bieten als bloßen Durchschnitt im (halb-)neuen Gewand.

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