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Mittwoch, 10. März 2010
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Aktuelle Themen

Y&T

Kuttenfestival VI

Ein Festival mit Schwerpunkt NWOBHM

Tolles Motto zum Kuttenfestival: See you in hell

Hannover, 13. März 2010. Langhaarige Gestalten bewegen sich Richtung Musikzentrum Hannover, die Kutte fest umschlungen, weil ein leichter Wind erschauern lässt. Vor dem Eingang kann man sich dann gleich im Gedränge wärmen – so und nicht anders wünscht man dem engagierten Organisationsteam den Ablauf ihres Festivals, wo der Begriff von Fans für Fans jedem in die Stirn gestanzt werden müsste.

Die 6. Auflage des Kuttenfestivals findet also wiederholt dort statt, wo schon vorher recht erfolgreich einige Konzerte absolviert wurden.

Die Eintrittskarten sind echte Patches, die auch auf die Kutte genäht werden können. Die Bestellung wird einfach über die Homepage des Betreibers geregelt, oder man versorgt sich vor Ort bei Hot Shot Records in der Nordmannpassage.

Der Preis liegt bei fairen 25 Euro. Dafür bekommt der Oldschoolmetal-Fan auch so einiges geboten.

Grim Reaper

Der Headliner des Abends hat mal schon richtig ein paar Jahre auf dem Buckel, denn 1979 war die Geburtsstunde von Grim Reaper. Früher war es noch üblich, Demo-Tapes aufzunehmen, und Grim Reaper hatten davon drei im Angebot – „Bleed’em Dry“ (1981, noch ohne Steve Grimmett), „For Demonstraton Only“ (1982) und „Demo’83“ (1983). Mit der Band ging es ständig bergauf, und es folgte konsequenterweise das erste Studio-Vinyl in Form der „See You In Hell“-Scheibe. In den Folgejahren kamen immer wieder diverse Singles auf den Markt (teilweise als Tour- bzw. US-Promo), 1985 folgte dann die zweite Scheibe „Fear No Evil“ via Ebony Records. Der letzte reguläre Studiolongplayer „Rock You To Hell“ wurde 1987 von RCA in die Plattenläden gehievt. 1999 kam ein noch eine Compilation heraus. In Hannover wird der Set hauptsächlich aus Grim Reaper-Songs bestehen, aber auch einige wenige Songs aus der Karriere von Steve Grimmett werden für Kurzweil sorgen.

Elixir

Die aus London stammende Combo Elixir formte sich 1983, als die NWOBHM-Welle schon stark abflaute. Im Jahre 1984 kam dann ein erstes Demo-Tape mit dem originellen Namen „Demo 1984“ heraus, bevor man in Eigenregie die Single „Treachery (Ride Like The Wind)“ in Vinyl pressen ließ. Es folgte noch das Tape „Demo 1985“, bevor ein Jahr später die legendäre „The Son Of Odin“-Vinylette das Licht erblickte. Danach wurde es wieder ruhiger um Elixir, bis 1989 ein weiteres Tape mit dem Namen „Demo 1989“ eingespielt wurde. Ein Jahr später verabschiedete sich die Band veröffentlichungstechnisch mit dem Album „Letahl Potion“ für lange Zeit von der Bildfläche.

Erst 2003 konnte der Fan neues Material der Band erstehen, denn „The Idol“ wurde auf die Käuferschaft losgelassen. 2005 überraschte Elixir mit der CD-Single „Knocking At The Gates Of Hell“, und im selben Jahr folgte die auf 500 Einheiten limitierte Live-CD „Elixir live“. Mit „Mindcreeper“ aus dem Jahr 2006 erschienen die Briten vorerst zum letzten Mal an der Tonträgerfront.

In Hannover wird das Original Line-Up die Bühne entern und die komplette „The Son Of Odin“-Scheibe spielen.

Wheels Of Steel

Die Band Wheels Of Steel rund um den Black Hawk-Frontmann Udo spielen wie der Name schon erahnen lässt ein Best-Of-Programm der großen britischen Vorbilder Saxon. 1997 trafen sich befreundete Musiker beim einem Saxon-Gig in Hamburg und formten die Idee, eine Coverband aufzuziehen.
Schon beim letzten Kuttenfestival konnte eine Coverband Pluspunkte sammeln, und Wheels Of Steel versprechen, mit Hits wie „Motorcycle Man“ oder auch „Crusader“ die Halle zum Kochen zu bringen.

Evil One

Mit französischem Speed- und Thrash Metal hatte wohl niemand gerechnet. Evil One wollen mit fetten Thrashriffs eine aggressive Show untermalen. Schon 1997 formierte sich diese Band, die erste Demo-CD „ The Evil One“ erschien auch schon kurze Zeit später. Eine kreative Pause wurde genutzt, um Songs für die 2002 veröffentlichte „Dark Flames“ CD-EP einzuspielen. Im selben Jahr erschien auch die „One Live“-CD, gefolgte von der in Eigenregie realisierten Demo-CD „Below“. Zwei Jahre später schafften es die Franzosen, den Full-Length-Silberling „Shades Of Life“ auf den Markt zu werfen. Ein Jahr später konnte die Band wiederum in Eigenregie die CD-EP „The Storm“ herausbringen. Der letzte Tonträger wird zum Kuttenfestival seit ca. einem Jahr auf dem Markt sein und hört auf den Namen „Evil Never Dies“.

Iron Horses

Die Band aus Mecklenburg-Vorpommern bestreitet in diesem Jahr ein Jubiläum, denn vor 10 Jahren war Gründungstag. Nach zahllosen Übungsstunden im Proberaum konnte 2002 die selbstproduzierte CD „Ride For Rock’n’Roll“ veröffentlicht werden. Erst drei Jahre später erschien die „Tear’em Down“-Single, gefolgt von der „Steam Machine“-EP. Das aktuelle Tondokument „Titan’n’Bones“ erschien 2007 ebenfalls in Eigenregie. Iron Horses spielen klassischen Heavy Metal und werden das eigentliche Festival eröffnen.

Holzen

So schnell kann das gehen – da besucht man regelmäßig das Kuttenfestival, und bei der sechsten Auflage stehen sie dann selbst auf der Bühne. Zum zweiten Mal wird die „Fanstage“ Teil des Programms. Holzen selbst kann man schon fast als Veteranen im Metal bezeichnen, denn die Band ist schon seit 1994 in unveränderter Formation aktiv. Wohl selten war eine Combo geeigneter, den Startschuß für ein Festival von Fans für Fans zu abzuliefern.

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