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Queensrÿche: Rockenfield soll auf "Operation Mindcrime II" nicht gespielt haben

Das Theater nimmt einfach kein Ende

Schlammschlacht galore bei Queensrÿche

Eine der einstmals besten Metalbands aller Zeiten ist weiter auf dem Wege, ihre eigene Legende komplett zu zerstören, indem die schmutzige Schlammschlacht, die in den letzten Wochen betrieben wurde, munter fortgesetzt wird. Immer mehr Leute melden sich zu Wort, die für die eine oder die andere Seite Partei ergreifen und meinen, ihren Senf zu dieser traurigen Farce abgeben zu müssen. Jetzt sind Produzent Jason Slater und Gitarrist Mitch Doran (der auf "Operation: Mindcrime II" als Gastmusiker mitwirkte) an der Reihe und fahren schwere Geschütze auf: So soll Queensrÿche-Drummer Scott Rockenfield auf der Fortsetzung des '88er Klassikers nicht einen einzigen Ton eingetrommelt haben!

Die beiden stellen sich also klar auf die Seite des geschassten Geoff Tate und meinen, Bassist Eddie Jackson, Gitarrist Michael Wilton und eben Scott Rockenfield hätten so gut wie gar nichts zu dem Album beigetragen. Slaters Kommentar:

„Als ich die Band getroffen haben, waren alle sehr enthusiastisch. Aber als es dann an die Arbeit ging, hat sich niemand mehr dafür interessiert, bei den Aufnahme-Sessions aufzutauchen. Zu vielen Terminen erschien niemand außer Geoff Tate. Die Gitarren wurden also vom Session-Gitarristen Mike Stone und mir eingespielt und auch Scott Rockenfield hat nichts zum Album beigetragen. Stattdessen haben wir einen Session-Drummer engagiert. Eddie Jackson versuchte zwar, den Bass einzuspielen, aber auch nach zehn Tagen war das Ergebnis minimal. Also habe ich den Großteil der Bass-Spuren übernommen.“

Ähnlich soll es sich beim Nachfolger "American Soldier" verhalten haben:

„Die Bandmitglieder sollten Songs einreichen, die sie für das Album geschrieben haben. Niemand hatte Songs vorzuweisen und wieder wurde die ganze Arbeit Geoff überlassen. Ich hatte eher das Gefühl, mit einem Solokünstler und einigen mittelmäßigen Musikern als mit einer Band zu arbeiten.“

Doran bekräftigt diese Aussagen und meint zudem, die meisten Gitarrensoli auf "Operation: Mindcrime II" geschrieben und eingespielt zu haben:

„Fünf Jahre lang habe ich kein Wort darüber verloren. Aber eigentlich sollte das Album folgende Credits aufweisen:

Schlagzeug: Matt Lucich
Gitarre: Mitch Doran, Ashif Hakik, Mike Stone, Michael Wilton
Bass: Ed Jackson, Jason Slater
Gesang: Geoff Tate (Miranda Tate, Pamela Moore)
Orchester/Keyboard: Ashif Hakik
Mix: Chris Wolfe

Wie man also sehen kann, handelt es sich zwar um ein Queensrÿche-bezogenes Album, aber eben kein traditionelles Queensrÿche-Line-Up.“

Michael Wilton sieht dies anders und meint in einer gerichtlichen Erklärung seinerseits, Geoff Tate und seine Frau Susan (die damalige Managerin der Band) hätten keinen anderen Input zugelassen. Tate indes will gerichtlich dagegen vorgehen, dass die anderen Bandmitglieder weiterhin den Namen Queensrÿche verwenden dürfen. Auch äußerte sich der Sänger zur Gründung der Combo, damals unter dem Namen The Mob:

„Rockenfield, Jackson und Wilton behaupten, sie hätten die Band gegründet. The Mob wurden erst zur Band, als ich beigetreten bin. Auch die Behauptungen, ich hätte nicht auf der ersten EP 'Queensrÿche' gesungen, sind gelogen. Ich habe auch nie damit gedroht, aus der Band auszusteigen. Queensrÿche war mein Leben.“

Hier und hier sind die Statements noch einmal ausführlich zu lesen.

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