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Oomph!: "Sandmann" erscheint am 27. Februar

Statement zum Song über Kinderarmut von Sänger Dero

Ab nächstem Freitag ist die neue Single "Sandmann" der Industrial-Rocker Oomph! im Plattenladen eures Vertrauens in zwei unterschiedlichen Ausgaben erhältlich: Neben der normalen Single-CD, die zwei verschiedene Versionen des Songs enthält, wird der Silberling auch in einer limitierten 5-Track-Version erscheinen, auf der zusätzlich die Titel "Auf Kurs" und "Labyrinth" sowie die Videos zu allen drei Songs vorzufinden sind.

Apropos Video: Zu "Sandmann" findet ihr hier ab sofort ein umfangreiches Making Of. Zu dem Song, der sich thematisch mit Kinderarmut in Deutschland auseinandersetzt, gab Sänger Dero außerdem ein erklärendes Statement ab, in dem er die Bedeutung von Song und Video erläutert:

"Seit Einführung der "AGENDA 2010" und"HARTZ IV" hat sich die Kinderarmut in Deutschland verdoppelt. Heute leben etwa 2,5 Millionen Kinder in Deutschland unter der Armutsgrenze.

Sie sind auf Einrichtungen wie "Die Tafel" oder "Die Heilsarmee" angewiesen, um überhaupt eine warme Mahlzeit am Tag zu bekommen. Das ist beschämend für eines der reichsten Länder der Welt.

Es ging uns mit unserem neusten Song "SANDMANN"nicht darum, zwischen der Armut in der Dritten Welt und der der Industrienationen zu polarisieren, denn für uns steht die Hilfe zur Selbsthilfe für die ärmsten Länder der Welt außer Frage. Aber über diese absolut notwendige Hilfe hinaus gibt es für Deutschland viele Baustellen bezüglich von Armut und explizit Kinderarmut im eigenen Land zu bekämpfen.

So kann sich Deutschland ein Beispiel an Frankreich nehmen, das ähnliche wirtschaftliche Strukturen und auch die damit verbundenen Probleme aufweist, es aber im Gegensatz zu Deutschland schafft, auf Kindergrundbedürfnisartikel wie Babynahrung, Säuglingsbekleidung und Windeln KEINE Mehrwertsteuer zu erheben.

Die Ärmsten der Armen in Deutschland hingegen können sich nicht mal das Notwendigste für ihre Kinder leisten, da die Preise hierfür schlichtweg aufgrund der bundesdeutschen Steuerpolitik zu hoch sind. Es sollte doch auch, genau wie in unserem Nachbarland Frankreich, möglich sein Kinderbetreuung für arbeitende Mütter und Väter voll aus Steuergeldern zu finanzieren, so dass die Kinder, die unter der Armutsgrenze leben müssen, wenigstens regelmäßige Zuwendung, Erziehung und Nahrung bekommen.

Für unser aktuelles Video zu "SANDMANN" haben wir ganz bewusst die Zeit der ersten großen Weltwirtschaftskrise von 1929 gewählt, um aufzuzeigen, wieviel Macht die Börsen und Banken dieser Welt hatten und immer noch haben und wieviel Gefahr diese Macht birgt, wenn die Spekulationen, damals wie heute, in eine globale Finanzkrise führen. Seinerzeit wurde durch die Weltwirtschaftskrise erst der Weg für die dumpfen Parolen der Nazis geebnet und auch heute besteht jederzeit und allerorts immer noch die große Gefahr, durch einen derartig fahrlässigen Umgang mit Kapital den Demagogen, Polemikern und Menschenfängern dieser Welt, mit ihren einfachen Antworten auf komplexe Fragen, Tür und Tor zu öffnen.

Musik sollte, wie andere Künste auch, den Finger dahinlegen dürfen, wo es den Regierenden dieser Welt besonders wehtut. Sie sollte die Stimme für all diejenigen erheben dürfen, die dafür zu schwach sind: In diesem Fall sind das die von Armut betroffenen Kinder in Deutschland."

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