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Mechanix: New World Underground

Gut, aber keine Offenbarung
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Der Bandname weckt natürlich Assoziationen und jeder Thrashhead wird dabei sofort an die alten Megadeth denken müssen. Und genau da kann man die Nürnberger auch ganz gut hinpacken, denn mehr als einmal erinnert gerade Frontmann und Gitarrist Wolf Reinish an den nicht wirklich singen könnenden Dave Mustaine. Dabei soll das jetzt hier nicht heißen, dass „New World Underground“, immerhin auch schon dritte Longplayer in der nun 20jährigen Karriere, als absolutes Klonprojekt durchgeht, allerdings sind die Parallelen bei aller Leidenschaft durchaus offensichtlich.

Der Titeltrack „New World Underground“ beispielsweise nimmt sich da nicht aus und erinnert immer wieder an den Megatod, punktet aber mit den eingebauten Samples und dem sehr harmonischen Gitarrensolo. Deutlicher wird der Vergleich aber beispielsweise bei der Abschlussnummer „Corrosive“, denn bei dem Midtemposong scheinen Megadave und Co. allgegenwärtig, wobei das Original da noch ein Stück weit die Nase weiter vorn hat.

Warum die Platte letztendlich nicht höhere Weihen erlangt, liegt mit Sicherheit auch am Abnutzungseffekt, gerade was den Gesang betrifft, denn Wolf ist da einfach zu limitiert und schafft es in letzter Konsequenz nicht, auch über die Wohlfühlgrenzen hinaus Leidenschaft einzubringen. Dabei haben sie mit „Assassin“ einen prima Wirkungstreffer in der Hinterhand, denn nach dem Akustikklampfenintro gibt es Thrash pur auf die Fresse, sodass die Doublebassfelle nur so glühen. Ohnehin legen Mechanix in der zweiten Spielhälfte deutlich an Tempo zu, verbauen ihre offenhörlichen Punkeinflüsse bei „I Don’t Care“ und vergessen auch nicht einen aggressiv schnellen Thrash-Ausritt.

Leider aber sind teilweise gute Ideen dann doch zu selten über die ganze Platte verstreut. Hervorzuheben wäre da der sehr schöne Leadgitarrenbogen in „Leave This World Behind“, allerdings ist der Rest des Songs durch unspektakuläres Geschrubbe geprägt. Schön und gewagt auch die Instrumentalnummer „731“ mit einem leichten Hauch an „Scamboogery“-Momenten, oder auch nicht übel die „Killing Heat“-Eröffnung als straight gehaltener Thrasher mit reichlich Melodie – allein der letzte Pfiff fehlt.

Nein, man kann nicht sagen, dass Mechanix viel falsch machen, nur indes zünden nicht wirklich alle Ideen und ständig bleibt das Gefühl zurück, dass da irgendwo immer wieder ein Quentchen fehlt, damit man von „top, absolut gelungen“ reden kann – nur festmachen lässt sich das nicht wirklich, da sie handwerklich auf sehr gutem Niveau agieren. Vielmehr gehört „New World Underground“ zu den Scheiben, die man gerne hört, genauso schnell aber auch im Regal verstauben lässt, weil am Ende dann doch der rote Faden fehlt.

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