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Moshroom Festival 2011
Metalheads für den Kinderschutzbund Krefeld
Auf in die fünfte Runde, und mit weiter erhöhtem Engagement wollen die Organisatoren auch in 2011 einen ordentlichen, vierstelligen Erlös einspielen. Letztes Jahr wurde das Kinderheim Kastanienhof unterstützt, 2011 sollen alle Gewinne an den Kinderschutzbund Krefeld gehen. Dass Metallerinnen und Metaller ihre Herzen am rechten Platz haben, können sie nun auch in Krefeld einmal mehr unter Beweis stellen.
Moshroom Festival 2011
23. + 24. September 2011
Jugendzentrum Funzel
Breslauerstr. 4-6
47829 Krefeld
Das Tagesticket kann für 6 Euro und das Festivalticket für 12 Euro im Vorverkauf eingelöst werden, an der Tageskasse gelten dann 8 bzw. 15 Euro als Kurs. Es stehen insgesamt nur 300 Karten pro Tag zur Verfügung, dann ist das Jugendzentrum ausverkauft.
Freitag, 23. September 2011
Der Freitagsheadliner Hate Squad kommt aus Hannover angereist, um mit Hardcore/ Thrash ordentlich Arsch zu treten. Seit ihrer Gründung 1993 galten sie als deutsche Wegbereiter für den Metalcore, mischten sie doch in herrlich aggressiver Art und Weise Thrash Metal, Death Metal und ganz viel Hardcore in ihren Sound. Auf fünf Longplayer haben es Hate Squad bisher gebracht, doch der nächste Silberling „Katharsis“ steht schon in den Startlöchern und erscheint – tata – am 23. September 2011. Fans sollten sich also diese exklusive CD-Release-Show nicht entgehen lassen.
In den knapp sechs Jahren seit Bestehen haben sich die Krefelder Hasteblood schon einen recht bekannten Namen erspielen können. Zwei bisher in Eigenregie veröffentlichte Full-Length-Scheibchen wurden 2010 durch die 3-Track-Demo „Demo 2010“ ergänzt. Da sie live zu den recht aktiven Bands gehören, sind sie der perfekte Warm-Up für den Headliner.
Moderner Metal, Alternative, vielleicht ein bisschen Emo oder auch Core – so ganz leicht scheinen Cyrcus nun nicht einzuordnen zu sein – da passt die eigene bunte Kreation – Konfetticore – doch ganz gut. Neun Jahre beackern die Heinsberger nun die Szene und stellten dafür Soundtracks wie das aktuelle Album „Blood, Sweat & Bubbles“ zur Verfügung. 2010 veröffentlichten die Jungs ihre DVD „One Night Only“ und bereiteten damit quasi dem scheidenden Sänger Chubby ein tolles Abschiedsgeschenk. Neu am Mikrofon krallt sich nun Jan (Last One Dying) fest, und gemeinsam wollen sie jetzt ihr Labeldebut einprügeln – prügeln können sie aber auch live ganz gut.
Im Pott dürfte das Leipziger Quintett The Sleeper noch eher zu den Geheimtipps gehören. Bisher landete die Verquickung von Metal und Hardcore auf einer EP, ein Album ist allerdings schon in der Mache und soll noch 2011 ans Licht der Öffentlichkeit dringen.
Wo auch immer Black 8 Balls auftauchen ist harter Pogo angesagt, denn seit mehr als zehn Jahren lassen sie die Sau raus und bedienen die Fans mit bretthartem 8-Core.
Opener des ersten Tages allerdings ist das Metalcore-Quintett Oakland Cowboys aus dem Raum Neuss/ Aachen. Auch wenn sie erst gute drei Jahre bestehen, verstehen sie es sehr gut, musikalisch auf die Fresse zu ballern, und mit „Behind Horizon“ haben sie auch eine erste EP am Start.
Samstag, 24. September 2011
Death Metal aus Krefeld – brutal, gemein und abgrundtief böse – so mögen es ihn die Jungs von Grind Inc., bestens zu verfolgen auf der aktuellen CD „Lynch And Dissect“, dem mittlerweile vierten Studioalbum seit der Gründung im Jahre 2001. Seit Anfang 2009 sind sie nur noch als Quartett unterwegs, aber an Live-Power haben sie keinesfalls verloren – den Beweis lieferten sie unlängst auch in der Zeche Carl beim Evil Horde Metalfest 2011.
16 Jahre lärmen nun auch schon Jack Slater und bringen es immerhin auf insgesamt vier Longplayer. Traurigerweise wird die letzte Scheibe „Extinction Aftermath“ nicht mehr durch eine neue abgelöst – Jack Slater verabschieden sich in den Ruhestand und geben beim Moshroom Festival ihre vorletzte Live-Leibesvisitation – ein Grund mehr, sich vom brutalen Death Metal durchschütteln zu lassen.
Auf einem ganz anderen Trip schicken zuvor :New Damage die Fans bei ihrem Heimspiel; auch sie mögen Gitarren, wildern allerdings in proggigen Gewässern und spielen eher auch mit zerbrechlichen Soundgerüsten, immerhin schon elf Jahre. Zwei EPs und drei Longplayer kamen bisher zusammen, dabei stellt „Ze’eb & Oreb“ von 2009 den aktuellen Output dar. Durchaus möglich, dass es auch neue Songs auf die Lauscher gibt, denn ein neues Album ist schon zusammengestellt, aber noch nicht aufgenommen.
Die Melodic Death-Thrasher Enemy Within machten sich in den letzten Monaten auch ein wenig rarer, schließlich schreibt sich eine neue CD (Arbeitstitel „Call Me Armageddon“) nicht von allein. Aktuell ist noch immer die Split-EP mit den befreundeten, mittlerweile aber nicht mehr existenten Face Facts. Enemy Within stehen live für trockenen „Voll ein auf die Mütze“-Stoff.
„Hass – Hass –Hass“, Kadavrik verstehen es, ihre negative Energie in eine Show zu legen, denn wie sonst sollten sie auch Spaß für ein Fotoshooting unter Wasser für die nächste Platte haben? Ob als Support für Gorgoroth, als Headbanginggewinner auf dem Evil Horde Metalfest 2011 – die Weseler Jungs stehen für hasserfüllten Melodic Death Metal und machen einfach nur Spaß – hörbar auf dem letzten Output „Wine Will Turn To Blood Again“.
Das Quintett Risen From Ashes aus Mönchengladbach eröffnet den zweiten Tag und verwöhnt ebenfalls mit melodischem Death Metal. Genügend Live-Erfahrung können sie auch aufbieten, um die unbequeme Spielposition zu nutzen – mit „Defiance“ haben sie letztes Jahr auch auf der EP ihre Tauglichkeit nachgewiesen.
Jörg Müller










