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Zodiac, RavenEye, Honeymoon Disease im Konzert (Hamburg, September 2016)

Gelungener Tourauftakt im Molotow

Immer gut für eine Showeinlage: RavenEye.

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RavenEye

Der Entertainment-Faktor soll sich bei den Briten von RavenEye noch deutlich steigern. Musikalisch geht die Band eher in die Stoner-Ecke, gewürzt sowohl mit Seventies als auch Grunge- und leichten Doom-Rock-Anleihen, ist also insgesamt etwas schwermütiger als das eben Gesehene bzw. Gehörte unterwegs – doch Frontmann Oli Brown allein (bei dem Trio Gitarrist und Sänger in Personalunion) ist mit seinen kauzigen Ansagen und seiner Bühnenpräsenz schon ein Garant für gute Unterhaltung.

Schon wie er mit seinem britischen Akzent teilweise Ansagen auf Deutsch vollzieht, sorgt für einige Lacher im Zuschauerbereich. Natürlich klatscht und singt man brav mit, wenn dies vorne eingefordert wird, allerdings braucht es häufig noch einen zweiten oder dritten Versuch, bis Oli zufrieden ist. Über die ersten kläglichen Mitmachversuche hat er lediglich ein verschmitztes „Hamburg, das war sehr scheiße. Singt mit Eiern“ übrig, was bei dem erwähnten Akzent logischerweise für enorme Heiterkeit bei den Anwesenden sorgt, gleichzeitig aber auch dafür, dass man anschließend in dieser Disziplin noch ein, zwei Schippen draufschaufelt. Wenigstens bei einem Stück wie „Hey Hey Yeah“ kein großes Problem, der Titel ist ja doch selbsterklärend.

Auch Ausflüge in den Publikumsbereich sind keine Seltenheit, sowohl mit als auch ohne Gitarre – auf letztere verzichtet er beim Song „No Bodies Soul“ komplett und dank des fuzzigen Sounds von Bassist Aaron Spiers fällt dies soundmäßig noch nicht einmal sonderlich auf. Das Highlight folgt jedoch, als Oli und Aaron gemeinsam einen Kurztrip durch die Zuschauerreihen machen; mit Oli Huckepack auf Aarons Schultern sitzend – während beide ihre Instrumente bedienen. Ich hab schon viel gesehen, aber das ist auch für mich eine Premiere, und so schnell wie plötzlich die Handys gezückt und Fotos gemacht werden, kann man gar nicht gucken.

Kaum zu fassen, dass schon wieder eine Dreiviertelstunde herum ist, als der letzte Song verklingt und Oli noch mal die Band vorgestellt hat. Entertainment wurde hier in jeder Hinsicht geboten – musikalisch eine interessante und durchaus eigenständige Mischung mit entsprechend abwechslungsreichen Songs und Auge und Zwerchfell haben die Jungs ebenfalls nicht vergessen zu bedienen. Die kleinen Gimmicks wirkten jedenfalls kein bisschen selbstdarstellerisch, sondern einfach nur cool und zeigten, dass dieses Trio Bock auf Liveauftritte hat und einfach nur alles gibt. Auch das Timing ist perfekt, da das Debüt „Nova“ am 23. September erscheint – potentielle Käufer hat man heute sicherlich gewinnen können.

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