Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Zita Rock 2012

Schwarz macht glücklich

Saltatio Mortis überzeugen mit Spiellust

Zum Thema

Saltatio Mortis

Dass die Umbaupausen sich beim Zita Rock sehr kurz gestalten, möchte man aufgrund des angebotenen Rahmenprogramms schon bedauern. Hier locken nicht nur die angekündigten Autogrammstunden, Bootsausflüge und der Fledermauskeller, sondern auch die größtenteils offenen Ateliers im Künstlerhaus. Ob Seifenmanufaktur, Malerei, Glasgravuren oder die Foto- und Skulpturausstellung von Alexander Hausdorf, dies alles trägt zur weiteren Abwechslung bei. Für die Fans der nachfolgenden Band dürfte vor allem die Instrumentenwerkstatt von Norbert Dobisch interessant sein. Bei Klangholz e.V. werden vor allem mittelalterliche Instrumente nachgebaut und wie diese klingen zeigen nun Saltatio Mortis.

Saltatio Mortis eröffnen mit „Ode an die Feindschaft“ und einer Wand aus drei Dudelsäcken, die voll von Energie sprühen. Es ist nicht nur eine Wonne in die Gesichter der Musiker zu schauen, die mit geballter Spiellust ihre Klänge verbreiten, auch im Publikum herrscht von der ersten Sekunde an beste Stimmung. Alea der Bescheidene bietet dabei eine Vorstellung, die teils einem Kampfsporttraining gleicht, was allerdings nicht immer dem Gesang zu Gute kommt. Davon unbeeindruckt, feiern die Zuschauer aber jedes Lied der Band ausgiebig mit. Bei „Prometheus“ hätte das Szenario nicht besser gestaltet werden können, zu den Worten „Ich bring euch das Feuer“ erscheint doch tatsächlich für einige Sekunden die Sonne, bevor mit „Eulenspiegel“ der vorläufige Höhepunkt der Stimmung erreicht wird.

In Anbetracht dieser Hingabe ist das Ritual bei „Falsche Freunde“ als risikofrei zu betrachten: Alea lässt sich auf den Händen der schwarzen Woge tragen und singt hierbei weiter. Derweil bilden die restlichen Mittelalter-Rocker am Bühnenrand eine Front, die gewaltig einheizt und es scheint fast verwunderlich, dass Lasterbalg sich nicht auch noch die Trommel umschnallt und sich in die Massen begibt. Angepeitscht von der Euphorie gibt der Frontmann auch nach mal alles. Dabei geht ihm vor dem letzten Song komplett die Luft aus und nach kurzer Verschnaufpause setzen Saltatio Mortis zum „Spielmannsschwur“ an. So geht ein Konzert zu Ende, wie es über die ganzen 50 Minuten lief: voller Energie, die von einer Band ausgeht, die sich als Einheit zeigt. Unter „Oooh“-Rufen werden sie von der Bühne getragen. Lasterbalg bedauert, dass die Drumsticks wieder nicht bei einer schönen Frau, sondern irgendeinem Typen ankommen und damit verabschieden sich die „immer potenten“ Spielmänner von Saltatio Mortis.

Setlist:

Ode an die Feindschaft
Habgier und Tod
Hochzeitstanz
Halt mich fest
Koma
Prometheus
Eulenspiegel
Spiel mit dem Feuer
Falsche Freunde
Spielmannsfluch


Seite
comments powered by Disqus

Waldbühne lädt bei freiem Eintritt ein

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität