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Zita Rock 2012

Schwarz macht glücklich

Oomph! präsentieren sich als charismatische Band

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Oomph!

Als nächstes sind Oomph! angekündigt und werden auch schon sehnsüchtig erwartet, schließlich machten sich die Wolfsburger voriges Jahr etwas rar auf den Bühnen. Da die Zeit zur Fertigstellung ihres neuen Albums „Des Wahnsinns fette Beute“ genutzt wurde, stieg die Spannung deutlich an und so gestaltete sich selbst die kurze Umbaupause schon recht interessant. Seemannsutensilien werden auf die Bühne gebracht und als die Nebelhörner ertönen, erklimmen Oomph! im passenden Matrosen-Look die Bühne. Zugegebenerweise ist dieser Anblick doch etwas gewöhnungsbedürftig, was das Publikum allerdings nicht stört und so herrscht schon von der ersten Sekunde an beste Stimmung.

Begonnen wird mit „Unzerstörbar“ und der Song vom neuen Album scheint sich schon in allen Gehörgängen festgesetzt zu haben. Dero präsentiert sich wie gewohnt als dominanter Mittelpunkt der Show, bloß im hinteren Teil der Bühne gibt es Änderungen. Oomph! haben ihre Live-Besatzung um zwei weitere Musiker verstärkt. Erstaunt dürfte so mancher beim Anblick von Ex-Tanzwut-Mitglied Patrick gewesen sein, der eigentlich auch mit seiner neuen Formation Ost+Front gut auf das Zita Rock gepasst hätte.

Ist beim Einstieg die Stimmung schon als brodelnd einzustufen, kocht sie bei „Labyrinth“ völlig über. Es wird anständig mitgeklatscht und mitgeschrien und dabei fällt auf, dass es kaum stimmungstechnische Unterschiede zwischen alten und neuen Songs gibt. Ob „Mein Schatz“ oder „Zwei Schritte vor“ - das Publikum bleibt der Band gleichmäßig gewogen, schenkt Dero die gewünschten „Buhs“ für Justin Bieber und alle Casting-Shows dieser Welt, bloß der ironischen Danksagung an Frau Merkel wollen die Berliner nicht folgen.

Mit „Gott ist ein Popstar“ ziehen die Wolfsburger noch mal ordentlich an den Strängen, um dann dem Schifferklavier eine Chance zu geben. Die „Seemannsrose“ vom aktuellen Album wird nicht nur einfach abgespult, sondern regelrecht zelebriert; auch wenn das Publikum an dieser Stelle kaum gewillt ist, sich auf den Walzer einzulassen. Dieses ändert sich wieder bei „Sandmann“; der Song über Kinderarmut scheint nicht nur aufgrund der brachialen Kraft zu zünden und das eingebaute Kinderlied  „La Le Lu“ schläfert nicht etwa ein, sondern steigert die Dramatik des Songs und mit ihr auch das Mitsingverhalten.

Ein letztes Lied folgt und schmissen Lord Of The Lost schon am Ende ihres Konzerts einen Knaller raus, können Oomph! selbst dies noch toppen. Wieder dient ein Kinderlied als Vorlage und das bloße Wort „Eckstein“ genügt, um das weite Rund in pure Ekstase zu versetzen: „Augen auf“ wird eingezählt und auf zehn kann man nun die schwarze Woge auch springen sehen.

Oomph! bieten eine gelungene Mischung aus alten und vor allem auch neuen Songs, die sich nahtlos in das bisherige Schaffen einfügen. Die Wolfsburger bleiben dort, wo sie sich seit gut 20 Jahren befinden: ganz weit oben, weiterhin polarisierend, doch vor allem eine gute und charismatische Liveband.

Setlist:

Unzerstörbar
Labyrinth
Mein Schatz
Bis der Spiegel zerbricht
Niemand
Mitten ins Herz
Zwei Schritte vor
Gott ist ein Popstar
Seemannsrose
Sandmann
Augen auf

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