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Youth Roxx im Konzert (Oktober 2010)

Ein rundum gelungener Abend
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About Face

About Face sind, ähnlich wie Four Sided Cube, wahre Lokalmatadore. Nicht nur Bad Image Company-Sänger Max verbindet mit den Jungs seine ersten Konzerterinnerungen, auch die Schreiberin dieser Zeilen kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als sie jedes zweite oder dritte Wochenende die Punkrocker live bewundern konnte. Damals war man jung – ja, auch die Bandmitglieder! – und hatte sich auf arschtretenden Punk eingespielt, der die Leute zum Pogen animierte. Jetzt, vier Jahre nach der Auflösung, steht der Reunion-Gig in der Original-Besetzung an – Gitarrist und Sänger Christian, Drummer Johannes, Gitarrist/Backgroundsänger Patrick und Bassist Sascha sind (hoffentlich) glücklich vereint und bereit, die Pflastermühle in Schutt und Asche zu legen.

Doch, halt – wo ist das Publikum? Man sollte es kaum für möglich halten, aber ein Großteil der Anwesenden versumpft um kurz vor halb elf vor der Tür beim Kippchen rauchen und Bierchen zischen. Das ist schade für die Band, die vor einigen Jahren noch für Kleinstadtverhältnisse wahre Massen anziehen konnte. Trotzdem lassen sich die Vier davon natürlich nicht beirren und zocken ihr Set, das sich ordentlich gewandelt hat. Die Jungs wirken reifer, der Sound bollert nicht mehr straight nach vorn, sondern wirkt ausgeklügelter und man kann deutlich sehen und hören, dass das Quartett trotz des durchschnittlich relativ jungen Alters einige Jährchen Banderfahrung auf dem Buckel hat.

Schon der Opener „Picking Up The Pieces“ sollte eigentlich für ausdauerndes Hüpfen und Headbangen sorgen, aber Pustekuchen - nur zaghaft scheinen die Fans sich zu bewegen, aber es ist auch schwierig, angemessen zu der Musik abzugehen, wenn man allein auf weiter Flur steht. Da helfen auch gut performte und mitreißende Stücke wie „Me Against It“ oder „Same Shit, Different Day“ nichts – das potenzielle Publikum versauert entweder vor der Tür und gibt sich dem Genuss von Nikotin und Alkohol hin, oder steht vor der Bühne wie festgeschraubt. Erst bei etwa der Hälfte des Sets kommt ein wenig Bewegung in die Sache, was aber zu wenig ist für eine Band, die nach vier Jahren das erste Mal wieder auf der Bühne steht und in der Region schon so etwas wie einen Kultstatus erreicht hat.

Auch hier sei wieder gesagt: An der Darbietung kann es nicht liegen, auch wenn man sich nach drei lautstarken Bands nicht mehr so richtig für den Sound begeistern kann, völlig abgesehen davon, dass der Sauerstoffgehalt langsam zu wünschen übrig lässt. Im Gegensatz zu ihren Vorgängerbands sind About Face quasi alte Hasen, daher ziehen sie ihr Set konsequent und gutgelaunt durch und hauen dem Mini-Publikum gegen Ende noch „Fallen“ und „Second Guess“ um die Ohren, bevor es letzten Endes zum Gewinn von jeweils zwei Freikarten für das FESTival 2010 kommt, die drei glückliche Gewinner in ihre Tasche stecken können. Das Mini-Festival findet übrigens ebenfalls in der Pflastermühle statt und mit dabei sind unter anderem Four Sided Cube – Kommen lohnt also!

Setlist:

Picking Up The Pieces

Sit ’N Wait

All In Line

Soon Boy

Pictures

Worth A Life

Me Against It

Shards Of Memories

Once Again I Try

Same Shit, DD

Long Way Home

Can’t Stop It

Fallen

Second Guess

 

Ein Fazit für diesen Abend kann nur positiv ausfallen: Gute Bands, gute Location, die Organisation war super und man konnte dem gemütlichen Beisammensein frönen, um das es an diesem Abend sowieso eher zu gehen schien, als darum, sich Bands anzuschauen. Die „Hintergrundbeschallung“ war trotzdem vom Feinsten und bot für jeden etwas, auch wenn die ruhigere Fraktion um LemonAid sich vielleicht ein tanzfreudigeres Publikum hätte wünschen können. Gewinner des Abend waren definitiv Bad Image Company und Stonevice, obwohl es für mich auch schön war, meine ersten Konzerterfahrungen mit About Face wieder aufleben zu lassen. Man darf gespannt sein, was Youth Roxx noch so für uns in petto hat – auf weitere zehn Jahre Newcomerfestival!

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