Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Y&T, Dirty Passion im Konzert (Matrix, Oktober 2009)

Trip in die Vergangenheit
Zum Thema

Y&T

Y&T tourten im Oktober in Europa und machten auch einen Vier-Dates-Abstecher nach Deutschland. Nach erfreulich kurzer Umbaupause enterten Y&T die Matrix-Bühne und legten gleich mit „Open Fire“ einen perfekten Einstand hin. Völlig egal, was in den jetzt folgenden gut 100 Minuten gespielt wurde, nur alte „Schinken“ kamen zum Einsatz, in der Masse zwischen 1981 und 1985. Welch herrliche Zeitreise, wie man sie nur selten in einem Club dargeboten bekommt, werden doch in der Regel neue Songs vorgestellt, oder man kommt auf Festivals in den Genuss eines Best-Of-Programms.

Dave Meniketti quasselte nur gelegentlich mit den Fans, und wenn, dann waren er und auch seine Nebenmänner zu Späßen aufgelegt. Selbst große Soundprobleme, wie sie bei „Mean Streak“ auftauchten, wurden durch jahrelange Bühnenerfahrung souverän gemeistert, die gute Laune auf und vor der Bühne litt keineswegs. Überhaupt, Spielfreude pur war dort auf der Bühne zugegen, einige kleine Jamsessions wurden eingebaut. Die Zuhörer wurden gar zu Songwünschen aufgefordert, und zumindest bekamen Meniketti und Co. den vielfach geforderten Hit „Break Out Tonight“ ansatzweise hin, doch mehr als der Refrain sprang nicht heraus. Dave musste schmunzelnd einräumen, dass sie diese Songs einfach nicht geübt hätten, er schlage doch vor, wieder zur Setlist zurückzukehren.

Plötzlich und spontan wurde in einer kleinen Pause von Dave mal kurz „My Way“ angestimmt, mit falschem und gepresstem Gesang und im Gelächter auslaufend. Wer einen Blick auf die Setlist wirft und mit dem Songmaterial vertraut ist, erkennt sofort, dass der einzige Ausrutscher in die Neuzeit „Hard Times“ lautete und … 1990 veröffentlicht wurde. Meniketti jammte auch mal kurz locker vor sich hin, die Bandmitglieder setzten nach und nach ein und eine wunderbare Version von 1985er Hit „Summertime Girls“ durchpflügte die Tube der Matrix. Gründungsmitglied Phil Kennemore musste dann noch einen fetten, durch Dave angezettelten „Fuck You, Phil“-Chor über sich ergehen lassen, bevor in einem fulminanten Finale, begleitet durch zig Luftgitarren, das Ende der Show eingeläutet wurde. Solche Konzerte sind immer wieder ein Grund, Richtung Matrix zu pilgern und die alten Heroen aus nächster Nähe (keine Bühnenabsperrung) zu betrachten.

Setlist:

1. Open Fire
2. Don’t Wanna Lose
3. Hard Times
4. Rock’n Roll’s Gonna Save The World
5. Dirty Girl
6. Mean Streak
7. I’ll Keep On Believing
8. Lonely Side Of Town
9. Black Tiger
10. I Believe In You
11. Eyes Of A Stranger
12. Midnight in Tokyo
13. Contagious
14. Summertime Girls
15. I’ll Cry For You
16. Looks Like Trouble
17. Squeeze
18. Forever
19. Rescue Me

Seite
  • 1
  • 2
comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna