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Wolves In The Throne Room, Wolvserpent im Konzert (Hamburg, November 2011)

Black Metal zum Wohlfühlen

Wolvserpent stimmt das Publikum auf den Headliner ein

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Vierter November, pünktlich um 21:00 Uhr, Hamburg Hafenklang. Es ist ein kalter, ungemütlicher Abend, doch vor dem beschaulichen und kultigen Hafenklang in der großen Elbstraße steht eine fast schon gewaltige Menschenmenge für Wolves In The Throne Room-Karten an. Es hatte sich herumgesprochen, dass es noch ca. 30-40 Tickets für das bereits Tage vorher ausverkaufte Konzert an der Abendkasse gäbe. Ja, für eine Band die ehrlichen und rohen Black Metal spielt, ziehen Wolves In The Throne Room ziemlich viele Leute an, doch was vor allem auffällt ist, dass die im und vor dem Hafenklang vorzufindende Meute keineswegs nur aus langhaarigen Kuttenträgern besteht, sondern sich rein optisch gar nicht in eine bestimmte Szeneschublade stecken lässt. Irgendetwas müssen die Wölfe also anders machen als die pseudobösen, mit Äxten im Wald posierenden Loserbands, von denen es heutzutage einfach viel zu viele gibt. Doch dazu später mehr.

Bereits beim Betreten der Lokation dringt einem ein intensiver Geruch von Marihuana in die Nase. Es verspricht ein äußerst berauschender und gelassener Abend zu werden. Es istsehr voll, laut und äußerst stickig. Mit dem Licht geht man an diesem Abend äußerst sparsam um.

Aufgrund organisatorischer Gründe seitens des Labels und der Veranstaltung ist es uns und scheinbar auch einigen anderen Redakteuren leider nicht möglich, Wolvserpent komplett zu sehen, sodass wir nur noch die letzten Minuten des dröhnenden Doom-Spektakels mitverfolgen können. Das Duo aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten läßt es verdammt langsam angehen. Sofern wir das bedingt durch unsere verspätete Anknunft beurteilen können, bieten Wolvserpent eine durchaus überzeugende Mischung aus Funeral- und Drone-Doom dar. Untermalt wird das Ganze von der spartanischen, weil fast nicht vorhandenen Bühnenbeleuchtung. Zumindest hat das undynamische Duo ein paar Kerzen dabei. Die Atmosphäre wirkt dadurch äußerst meditativ, die Bewegungen der Schlagzeugerin erinnern etwas an Yoga-Übungen und auch das Publikum scheint äußerst entspannt. Der Mikrofonständer ist mit einem Gebiss irgendeines Säugetiers geschmückt.  Da die Band keinen Bassisten hat, dominieren die dröhnende Gitarre, das Schlagzeug sowie kurzes Keyboard-Geklimper das Klanggebilde. Insgesamt ist der Sound sehr düster und irgendwie böse. Ob der Sound nun so gewollt ist oder es am Hafenklang selbst liegt, kann man nicht genau beurteilen. Es ist jedoch mehr oder weniger gepasst.

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Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen