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Wolfszeit Festival 2010

Die Zeit der Wölfe hat wieder begonnen

Under That Spell heizen mit "Black" ordentlich ein

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Marduk

Um 23:20 Uhr ist es dann endlich soweit. Die Headliner Marduk betreten die Bühne und spielen sofort drauf los. Ihr Sound ist gewohnt drückend und polternd und machen der „Panzerdivision Marduk“ wieder einmal alle Ehre. Die Band versprüht sehr viel Energie, die das Publikum zunehmend anheizt. Inzwischen ist es auch recht eng im Publikumsbereich geworden, was daran liegen mag, dass sich scheinbar das ganze Festival zu diesem Auftritt eingefunden hat. Die Show von Marduk wirkt authentisch und bösartig. Sänger Mortuus sendet zusätzlich vernichtende Blicke ins Publikum, die man von den schwedischen Marduk nicht anders gewohnt ist. So stilecht wie der polternde Sound von Marduk auch ist, drückt er doch fast schon unangenehm stark auf die Ohren. Hinzukommen die stark eingesetzten Lichteffekte, die ein kontinuierliches Folgen der Bühnengeschehnisse sichtlich erschweren. Trotzdem oder gerade deswegen schlagen Marduk deutlich wuchtig zu und neben ein paar kleineren Reibereien kann auch ein Mosh Pit in der Menge gesichtet werden. Trotz dieser aufgeregten Stimmung zeigt sich der Publikumsjubel doch als überraschend verhalten. Als einzig erkennbarer Grund fällt da nur die Kälte ein, die trotz der vielen Liter Bier den meisten zuzusetzen scheint. Marduk selbst scheinen aber völlig in ihrem Element und knallen ordentlich. Mortuus kreischt sich hörbar die Seele aus dem Leib und powert sich dabei vollends aus. Wie auch schon Menhir haben sich Marduk anscheinend zur Aufgabe gemacht, die Lieder bunt aus ihrem Repertoire zu fischen, so dass man auch hier einige Klassiker auf die Ohren bekommt. Nach 70 Minuten Krawall ist aber auch dieser Auftritt vorbei. Marduk - volle Power ohne Luftholen.

Setlist:

Into Utter Madness
Darkness Breeds Immortality
502
The Levelling Dust
Steel Inferno
The Black…
Phosphorous Redeemer
The Sun Has Failed
Panzer Division Marduk
Bleached Bones
With Satan And Victorious Weapons
Warschau
Wolves
Jesus Christ…Sodomized

 

Ragnarok

Als letzte Band für diesen Spieltag kommen nun noch Ragnarok zum Zug. Nachdem Shining kurzfristige Terminprobleme hatten, haben sich Ragnarok bereit erklärt, den Tag des Auftritts mit dieser Band zu tauschen. Die Norweger bieten eine impulsive Show, die nicht nur harten high-tempo Black Metal zu bieten hat, sondern auch dezente, aber wirkungsvolle Pyro-Effekte beinhaltet. Die mit Blut verschmierten und verzehrten schwarzen Seelen trumpfen mit ihren Liedern noch einmal zum Abschluss des Tages richtig auf und stehen in Sachen Durchschlagskraft dem Auftritt von Marduk in nichts nach. Leider bleibt dies aber von den meisten Festivalbesuchern ungesehen und ungehört, da sich nach dem Auftritt der Headliner Marduk bereits eine beträchtliche Menge der Metallern Richtung Campingplatz verabschiedet hat. Dabei hätten Ragnarok noch wirklich viele dunkle Herzen begeistern können. Gerade die Inbrunst, mit der Sänger HansFyrste seine krankhaften und obszönen Gesten Ausdruck verleiht, macht den Auftritt zu einem authentisch wirkenden Spektakel voller Provokation, welches einem durchaus eine respektable Gänsehaut beschert.

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Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging