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Within Temptation, The 69 Eyes, Delain im Konzert (Köln 2007)

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Die Senkrechtstarter von Delain dürfen auf der kurzen Deutschlandtour von Within Temptation die Abende eröffnen. Zugegeben: Nach dem richtig starken Debut und dem kurzen Kennenlernen mit Martijn und Charlotte sind Delain schon der Hauptanlass, das E-Werk zum Deutschlandtourabschluss aufzusuchen. Leider kann man schon schnell sehen, dass der Band nicht allzu viel Platz auf der Bühne zugestanden wird. Man hat gerade mal zwei, vielleicht drei Meter Bühnentiefe für die Saitenakrobaten bereit gestellt.

 

Egal, endlich rückt der Zeiger der Uhr Richtung 20:00, und die Show beginnt. „Silhouette Of A Dancer“ wird als gelungener Opener ausgewählt. Das Publikum, dem die Band wohl weitestgehend unbekannt ist, scheint positiv überrascht von der Musik der Band. Charlotte Wessels hat richtig Freude an dem Auftritt und zeigt dies von der ersten Sekunde an. Schon ab der zweiten Nummer „Frozen“ wird bis in die hintersten Reihen applaudiert. Ja, die Musik ist die etwas rockigere Interpretierung des Musikstils der Headliner. Und genau das kommt bei den Besuchern richtig gut an. Inzwischen tauen auch die Saitenakrobaten auf und fangen merklich an, den knappen zur Verfügung stehenden Platz der Bühne auszunutzen.

 

Zum dritten Song „No Compliance“ entert dann auch Sharon den Adel die Bühne. Zwar ist ihr Mikro die ersten Sekunden lang nicht in Betrieb, aber das tut der Stimmung keinerlei Abbruch. Die Band fühlt sich pudelwohl auf der Bühne und ist sehr von der Stimmung begeistert. Leider ist mit dem Song auch schon die erste Hälfte des Gigs vorbei und man beginnt die zweite Sethälfte ohne große Pause mit „See Me In Shadow“. Der Stimmungspegel steigt weiter an. Dass natürlich auch das rockige „The Gathering“ nicht seine Wirkung vertut, ist klar, aber irgendwie hätte man sich hier doch das deutlich kräftigere Organ von Marco Hietala am Mikro gewünscht, welches das Duett mit Charlotte anstimmt. Toll, was die Frau in ihrem jungen Alter schon an Stimme vorweisen kann.

 

Den Abschluss bietet dann wie auch schon beim Album „Pristine“! Das Publikum feiert, wenngleich es aber auch keinerlei Zugaberufe zu vernehmen gibt. Dies wundert mich, aber wie sich auch bei The 69 Eyes und Within Temptation später herausstellt, kann man diesen lautstarken Wunsch am heutigen Abend gar nicht vernehmen. Delain haben hier viele neue Fans dazugewonnen. Auch der Aufruf, für die Band bei MTV zu voten, scheint angekommen zu sein, wenn man den Publikumsreaktionen trauen darf. Schade, dass die Band nur weniger als 30 Minuten Spielzeit hat. Trotzdem Daumen hoch!

 

Setlist Delain

 

1. Silhouette Of A Dancer

2. Frozen

3. No Compliance

4. See Me In Shadow

5. The Gathering

6. Pristine

 

Dann wird es Zeit für die Gothic Rocker aus Helsinki. Die Band steigt mit „Devils“ richtig gut in den Ring. Ob nun die Musik so wirklich zu den beiden anderen Bands passt, sollen andere entscheiden. Grundsolide rocken und posen die Musiker, welche auf Grund ihrer Outfits allerdings eine etwas bewegungsreichere Show hätten vermuten lassen. Aber zu dem gespielten Gothic rennt man ja zugegebener Maßen auch nicht permanent über die Bühne.

 

Dem Publikum gefällt das vorgetragene und „Never Say Die“, „Dance D`amour“ und „Ghost“ entfalten ihre magnetisierende Wirkung. Spätestens bei „Feel Berlin“ ist der Geräuschpegel auf der Stufe der ersten Band und sollte auch nicht mehr abklingen. Da The 69 Eyes für mich außer vom Namen her noch komplett unbekannt waren, lasse ich mich vor der Show aufklären, dass die Show sonst deutlich mehr mit punkigen Rock`n`Roll durchsetzt ist als es hier der Fall ist.

 

Dass dies eine kluge Entscheidung ist, zeigen die positiven Publikumsreaktionen. „Sister Of Charity“ und „Brandon Lee“ werden amtlich abgeklatscht, bevor es dann mit „Perfect Skin“ langsam Richtung Zielgerade geht. Souveräner Auftritt der Band, die hier ja ein wenig die Handbremse angezogen hat, wobei ich schon gespannt bin, wie die eventuell bei den eigenen Shows normaler Weise abgehen. Den krönenden Abschluss liefert „Lost Boys“ und die Band wird mit Applaus bis in die letzten Reihen gefeiert.

 

Setlist The 69 Eyes

 

1. Devils

2. Never Say Die

3. Dance D`amour

4. Ghost

5. Feel Berlin

6. Sister Of Charity

7. Brandon Lee

8. Perfect Skin

9. Lost Boys

 

Dann wird es Zeit für den Headliner des Abends: Within Temptation. Die Band um Sharon den Adel betritt die Bühne und wird, wie es sich für einen Headliner gehört, von der ersten Sekunde an abgefeiert. „Our Solemn Hour“, „The Howling“, und das tolle „Jillian (I`d Give My Heart)“ sind aber erst der Anfang der superben Show, welche vielleicht ein bisschen zu sehr auf Sharon abgestimmt ist. Die Band strotz regelrecht vor Spielfreude und Sharon lässt ihre Arme wie gewohnt tanzen.

 

Ob nun „Stand My Ground“ oder „Forsaken“, die Band kann eigentlich an diesem Abend nichts falsch machen, denn das Publikum ist zum Feiern aufgelegt. Und das tut es dann auch. Unnötig, hier die Greatest Hits der Band aufzuzählen, es wird logischer Weise das komplette Spektrum ihrer Veröffentlichungen berücksichtigt, ob nun vom Mother Earth Album oder den neueren Publikationen. Dass der Titelsong des gerade erwähnten Albums noch einen Tick lauter abgefeiert wird als die Erfolgssingle „What Have You Done“, ist schon beachtlich. Mit viel Freude spielt man sich durch den Set und ist auch wegen des Publikums positiv beeindruckt.

 

„All I Need“ und „The Truth Beneath“ bilden dann den Abschluss des regulären Sets. Auch wenn man nicht wirklich Zugaberufe vernehmen kann, so wird die Band doch derart bejubelt, dass man relativ zügig zurück kommt und den Zugabenteil beginnt, welcher es absolut in sich hat. „Deceiver Of Fools“ und „Jane Doo“ machten den Anfang. Aber im Gegensatz zu den anderen Gigs der jetzigen Deutschlandtour schmeißt man „Memories“ aus dem Set und holt „Restless“ aus dem Koffer. Die Fans nehmen es dankbar an.

 

Leider wird dem durchgeschwitztem Publikum dann nur noch „Ice Queen“ offeriert. Die Band hat mehr als überzeugt und ihren Stand in der Szene deutlich demonstriert. Da es sich bei diesem Gig um den Tourabschluss in Deutschland handelt, holt das Sextett dann noch die anderen beiden Bands auf die Bühne, damit sich alle nochmal feiern lassen können. Somit geht ein toller Konzertabend zu Ende.

 

Setlist Within Temptation

 

1. Our Solemn Hour

2. The Howling

3. Jillian (I`d Give My Heart)

4. Stand My Ground

5. Forsaken

6. The Cross

7. What Have You Done

8. The Heart Of Everything

9. Mother Earth

10. See Who I Am

11. Angels

12. Hand Of Sorrow

13. All I Need

14. The Truth Beneath

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15. Encore

16. Deceiver Of Fools

17. Jane Doe

18. Restless

19. Ice Queen

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