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Within Temptation, Anneke van Giersbergen im Konzert (Köln, November 2011)

Das neue Bühnenkonzept ist der Hammer

Within Temptation haben die Light-Show des Jahres

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Within Temptation

So gut der Abend auch anfing, die Fans warten mehr als gespannt auf den Hauptact des Abends – ist ja auch schon lange her, dass sich Within Temptation auf der Bühne zeigten, denn bekanntlich legte die Band wegen des dritten Sharon-Kindes eine Pause ein. Keiner verlässt den Saal, selbst die Raucher-Area wird zum Ort des stillen Glimmstengels.

Das neue Album „The Unforgiving“ ist ja auch eingeschlagen wie eine Bombe, und so geht es die Band mit neuem Bühnenkonzept an, auch den letzten Fan auf der Tour hier im E-Werk auf den Temptation-Trip zu schicken – eingeleitet durch das „Mother Maiden“-Video, welches zu Beginn auf einem die ganze Bühnenbreite umfassenden Bildschirm vorgespielt wird. Das erste Viertel des Sets wird dann vom aktuellen Scheibchen eingenommen, Sharon, die immer den Kontakt zu den Fans aufrecht erhält, feuert diese wahlweise mit Fäuste schwingen, dem Indianer-Lauschohr oder mit Klatschen an, und nur allzu bereitwillig folgen die Fans, singen lauthals annähernd jede Textzeile, jedes Räuspern mit, schon fast ehrfürchtig tanzen einige Girlies direkt an der Absperrung zum Bühnengraben. Das Gedrängel nimmt zu, immer mehr schieben sich tänzelnd immer weiter nach vorn, schnell vermischt sich der Duft frischer Transpiration mit dem aufgelegten Duftwässerchen, während vorn ein hart rockendes Feuerwerk abgeliefert wird.

Optisch wird aber auch eine ganze Menge geboten – so findet sich Sharon zu „Our Solemn Hour“ auf einem Thron wieder, während auf der riesigen Leinwand eindrucksvoll ein Flammenmeer die Szenerie umzüngelt. Überhaupt: Auf dem Bildschirm tauchen immer wieder entsprechende Untermalungen auf, so z.B. die von der Band gedrehten Videos zu den Tracks – hier ist besonders hervorzuheben, wie Sharon im Original auf dem hinteren Podest stehend von ihrem überdimensionierten Ich in der gleichen Pose umrahmt wird. Immer wieder fluten fette Strahler wie Suchscheinwerfer durch das eh schon helle Bühnenlicht, doch einen Makel können sie nicht ausleuchten.

Mehrmals taucht Sharon mit einer neuen Jacke auf, immer wieder steht sie am Bühnenrand und feuert die Fans bis zum Ende hin an, während ihre Mitstreiter immer wieder voller Elan über die Bühne pesen (lediglich Bassist Jeroen van Veen bildet neben Martijn Spierenburg den Ruhepunkt); die Augen der Fans allerdings ruhen mehr auf die Frontfrau, denn auch sie kann stimmlich voll und ganz überzeugen. Aber auch dieser Abend findet ein Ende, geht allerdings durch phonstarke „Zugabe-Rufe“ noch in die Verlängerung, wobei „Stairway To The Skies“ als ruhiger Rausschmeißer so gar nicht als Spiegelbild der hochenergetischen Leistung der letzten 90 Minuten herhalten kann – und dennoch: Die Fans feiern, schwitzen, klatschen, headbangen und tragen so selbst zu einem gelungen Abend bei.

Setlist:

Intro Mother Maiden (Video)
Shot In The Dark
In The Middle Of The Night
Faster
Fire And Ice
Ice Queen
The Howling
Our Solemn Hour
Stand My Ground
Intro Sinéad (Video)
Sinéad
What Have You Done
Iron
Angels
Where Is The Edge
------------------------
See Who I Am
Mother Earth
--------------------------
Stairway To The Skies

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