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With Full Force Festival 2011

Selbst technische Probleme und Regen konnte nur den wenigsten die Laune verderben

Misery Index

Misery Index aus Baltimore bekamen, sehr zur Ungunst der Fans, einen recht undankbaren Platz in der Running Order. Wer hat schon um vier Uhr morgens noch die nötige Energie, um diesen aggressiven Hassbatzen aus Death Metal und Grindcore angemessen zu feiern?

Allerdings war schnell klar, dass Misery Index genügend Power hatten, um auch den letzten müden Knüppelnachtbesucher in den frühen Morgenstunden wieder wach zu prügeln. Bereits beim zweiten Song "The Great Depression" aus ihrem ersten Album "Retaliate" fordert Jason, einer der beiden Sänger der Band, einen Circlepit. Dieser kam nur sehr schleppend zustande, doch im Laufe der Nacht (bzw. des frühren Morgens) passten sich die Zuschauer der Musik an und knüppelten, was das Zeug hielt. Ob "Embracing Extinction" oder "You Lose" aus ihrem aktuellen Kracher "Heirs To Thievery" – die Zuschauer waren immer voll dabei und gröhlten zwischen den Songpausen „Misery-fucking-Index!“, feuerten und lobten die Band.

Der Sound im Zelt war gut und druckvoll. Beide Sänger ergänzten sich extrem gut, die Songs funktionierten live sogar noch besser als auf der Platte. Schlagzeuger Adam knüppelte sich technisch sehr versiert die Seele aus dem Leib und beeindruckte die Damen und Herren im Publikum. "Traitors" aus ihrem gleichnamigen Album, welches 2008 erschien, gehörte sicher zu den Höhepunkten ihres Auftrittes. Fast jede Faust im Publikum ging im Takt des Refrains in die Höhe. Das etwas unaufmerksame Ohr erfasste nicht "Traitors", sondern "Slayooors", was zu großen Lachern im Publikum führte.

Um 04.55 Uhr war es dann (leider?) schon so weit. Draußen war es bereits hell und man wundert sich, als man auf die Uhr schaute, dass man doch tatsächlich so lange auf den Beinen war. Misery Index bedankten sich herzlichst für das Erscheinen zu später Stund und verließen die Bühne, nachdem sie dem Publikum Pleks und Sticks zuwarfen. Eine großartige, wenn nicht sogar die beste Band des Tages beendete den großartigen ersten With-Full-Force-Tag und hätte definitiv einen besseren Slot verdient. Vielleicht ja beim nächsten Mal.

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