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With Full Force Festival 2011

Selbst technische Probleme und Regen konnte nur den wenigsten die Laune verderben

Knüppelnacht

Viele Forcer verzogen sich bereits zum Schlafen und Ausruhen zurück in ihre Zelte, die Nacht war angebrochen und zog ganz andere Gestalten ans Licht. Die berüchtigte Knüppelnacht war endlich am Zug und hatte es bereits letztes Jahr total in sich, unter anderem Nile, Unleashed, Marduk und Keep Of Kalessin gaben sich die Ehre und erfüllten die Aufgabe, das Publikum zu zerschmettern.

Die Temperaturen bereits in die Kälte gesunken, versprach es eine brutale, fiese Nacht zu werden – mit Insidious Disease, Watain, Negator, Grave und den Helden von Misery Index holte man Black- und Death-Metal-Größen an Board, Geballer und Blut inklusive.

Insidious Disease

Der Eröffner des Knüppelnacht war dieses Jahr das Allstar-Black-/Death-Metal-Team Insidious Disease. Gegründet wurde der Clan 2004 von Marc Grewe (Ex-Morgoth). Hinzu kommen noch Sven Kopperud von Dimmu Borgir, Jon Anderson (Ex-Old Man's Child), Shane Emburry von Napalm Death und Tony Laureano (Ex-Nile, Ex-Angelcorpse), fertig ist die perfekte Mischung aus Härte, Härte und Härte. Das Publikum headbangte im Takt und gröhlte anerkennend nach jedem Song. So richtig zünden wollte es zu Beginn jedoch nicht, vielleicht waren die Zuschauer anfangs auch überfordert oder von soviel Prügel gelähmt. In dem weiteren Verlauf lockerte sich aber die Stimmung wieder, die hochkarätigen Gäste erfreuten sich hoher Beliebtheit.

Watain

Eine feurige Show erwartete den Knüppler in dieser Nacht. Kerzenständer und umgedrehte Kreuze wurden auf der Bühne dekoriert, nach einer längeren Umbaupause von circa 20 Minuten betraten Watain die Tentstage. Bevor es richtig losging, realisierte der nüchterne Forcer eben, dass dies ein sehr langer Abend bzw. ein sehr lauter Morgen werden würde, die Verzögerung in der Umbaupause verschob natürlich alles weiter nach hinten. Die aus Schweden stammende Band steht für absolut bösen und okkulten Black Metal. Die gesamte Aufmachung der Bühne und natürlich der Band ergaben ein blutrotes, leuchtendes Kunstwerk. Das Konzert, das einer schwarzen Messe glich, war ein Augenschmaus. Für die Ohren gab es ordentlich Geballer auf höchstem Niveau, mit "Death's Cold Dark" eröffneten die vier dunklen Gestalten den fulminanten Auftritt auf dem With Full Force. Sänger Erik sprang wie manisch und voller Energie über die Bühne und schrie sich leidenschaftlich die Seele aus dem Leib. Man sah der Band ihre Spielfreude und die Überzeugung, mit der sie ihre Songs darbot, zu jedem Zeitpunkt an. Die Setlist bot natürlich viel Material vom aktuellen Album "Lawless Darkness". So eröffnete man die Show mit "Death's Cold Dark" und dem großartigen "Malfeitor", welche auch die ersten beiden Songs des besagten aktuellen Albums sind. Auch das schnelle "Total Funeral" aus dem aktuellen Album kam bei den Fans super an und sorgte für reichliche Ohrgasmen. Anders als beispielsweise auf dem Metalfest Germany verzichtete die Band offenbar auf das Sammelsurium an verrottenden Schweineköpfen und ähnlichem Dekor.

Ob's am PETA-Stand auf dem Gelände lag? Man weiß es nicht. Nichtsdestotrotz boten Watain ein schwarzmetallisches Feuerwerk, das auf dem Full Force seinesgleichen suchte. Watains Auftritt entführte das Publikum in eine andere Welt und versetzte es in Ekstase.

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