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With Full Force Festival 2011

Selbst technische Probleme und Regen konnte nur den wenigsten die Laune verderben

Carnifex

Den T-Shirts zufolge war ein wirklich großer Teil der With Full Force 2011-Gemeinde Anhänger der Band Carnifex. Das kann man ihnen auch nicht verübeln – die wirklich lustigen „Scharfrichter“ (lat. Carnifex) aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten spielen ehrlich-harten Deathcore vom Feinsten und lassen jedes Breakdown-Herz höher schlagen.

Vor der Bühne versammelte sich eine große Meute, viele campten bereits während des Auftrittes von Disbelief, um sich einen guten Platz zu sichern.

Bereits während des Soundchecks der California-Boys wurden Kampfschreie und Songwünsche getätigt. Im Programmheftchen seltsamerweise noch mit altem Bandfoto-Line-Up abgedruckt, begab sich das Quintett ziemlich pünktlich um 18:05 Uhr auf die Bühne und stellte sich dem aufgeregten Publikum. Wärmstens von den Fans empfangen, eröffneten sie ihren Auftritt und schon ging es im Pit tierisch zur Sache.

Was Scotty für Kampfschreie drauf hat, ist wirklich äußerst beeindruckend und jeder „die-hard"-Carnifex-Fan brüllte die Texte natürlich mit. Als der Song „Sorrowspell“ angekündigt wurde, entstand in der Mitte ein großer Circlepit welcher sich wenige Momente später in einen hasserfüllten Moshpit verwandelte. Jeder Breakdown wurde bereits herbeigesehnt, doch die Fans wollen mehr und fordern lauthals eine Wall Of Death. Auf anderen Festivals komischerweise verboten, wurde auf dem With Full Force und selbstverständlich auch bei Carnifex jede "Todesmauer" mit äußerster Gewalt durchgezogen. Als „Lie To My Face“ angestimmt wurde, gab es für viele Fans kein Halten mehr, die Band schreddert in ihre Instrumente, Scotty schreit sich seine Innereien aus dem Körper und im Pit wurde ordentlich verteilt. Die berühmt-berüchtigten Violent-Dancer ließen auch hier ihren Karate Kicks freien Lauf, ohne Rücksicht auf Verluste.

„Hell Chose Me“ war der Höhepunkt ihres Auftrittes, Cory, Ryan, Fred und Shawn malträtierten ihre Köpfe und schleuderten sie im Uhrzeigersinn, Crowdsurfer erschwerten der Security die Arbeit. Wer nach diesem Song noch halbwegs unverletzt aus dem Moshpit kriechen konnte, muss Knochen aus Stahl besitzen. Zu guter Letzt machte Sänger Scotty noch auf die kommende Autogrammstunde aufmerksam und plauderte aus, dass ihr neues Album wohl noch dieses Jahr erscheinen wird. Als besonderes Endgeschenk an die Fans wurde im Übrigen eine im Herbst geplante Tour durch Europa und auch durch Deutschland bekannt gegeben. Wer sich an diesem Tag also im Zelt ausnüchtern musste und es verpasst hat, die genial-brutale Performance der fünf sympathischen Herren zu bestaunen, dem darf gesagt sein, dass er sich das nächste Mal gefälligst wann anders ausruhen muss und gespannt auf den Herbst warten sollte.

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