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With Full Force Festival 2011

Selbst technische Probleme und Regen konnte nur den wenigsten die Laune verderben

Zum 18. Mal lud das With Full Force Festival in dem unscheinbaren Dörfchen Roitschjora zum gemeinsamen Zerstören ein. In Delitzsch angekommen, gab es einen Shuttleservice, der die autolosen Metalheads wohl behütet in einem vollgepackten, stark nach Alkohol riechenden Bus für einen Euro nach Roitschjora frachtete.

Tausende Metal-,Punk- und "sonstwas-core"-Anhänger aus ganz Europa pilgerten in den tiefsten Osten und bescherten dem Supermarkt kräftige Jahreseinnahmen.

Auf dem (kurzen) Weg zum Campinggelände begegnete man langen Schlangen an den Bändchenständen, Dixi-Toiletten und Fressbuden. Ob asiatisch, mexikanisch oder vegetarisch, speisen konnte man zu humanen Preisen - verhungern ging hier nicht. Bezahlbare Toiletten (0,50ct) und Duschen (1,50 EUR) gab es natürlich auch. Im Partyzelt lief bis früh in den Morgen Musik, ob Hardcore, Death Metal oder "normale" Partyhits - der extra harte Full-Forcer machte die Nächte komplett durch.

Am Campinggelände angekommen, roch es bereits nach Grillfleisch, Bier, Urin und Erbrochenem und man fühlte sich pudelwohl. Aus den Boxen diverser Nachbarn lief eine Mischung aus Hatebreed, Satyricon und Karel Gott ("Biene Maja").

Das Wetter spielte am Freitag, dem 01. Juli 2011 definitiv mit, Sonne gabe es en masse, ohne dass einem zu heiß wurde. Die Tage darauf waren jedoch Festival-unfreundlich. Viele reisten bereits am Sonntagvormittag ab, da ihre Zelte und Klamotten komplett durchnässt waren.

Anders als bei anderen Festivals wurden an diesem regnerischen Wochenende Wall Of Deaths, Circle- und Moshpits sowie jeder einzelne Crowdsurfer zelebriert, der selbsternannte "härteste Acker Deutschlands" durfte seinem Namen alle Ehre machen.

Freitag, 1. Juli 2011

Die heitere Stimmung auf dem Campinggelände übertrug sich auch auf die Stimmung im Festivalgelände. Zuvor versammelte sich eine riesige Meute vor den heiligen Gittern zu den Bühnen. Das Warten schweißte zusammen, Forderungen à la „Die Mauer muss weg!“ und hin und wieder ein „Grööööhl!“ hörte man im Minutentakt. Auch der erste With-Full-Force-Crowdsurfer bahnte sich seinen Weg direkt bis zur Security. Als die Tore nun endlich geöffnet wurden, stürmten die ersten direkt zur Mainstage, andere besuchten die verschiedenen CD-, Klamotten- und weitere Stände oder notierten sich die Zeiten der Autogrammstunden am Impericon- und RockHard-Zelt.

Heute stand auf dem With-Full-Force-Speiseplan unter anderem deftige Kost von Disbelief, Carnifex und Agnostic Front auf der Mainstage und hartem Gemüse von den Krawallbrüdern in der Tenstage. Die berühmt-berüchtigte Knüppelnacht gab dem toughen Full-Force-Besucher den Rest, kultig ging es bei Watain und äußerst anspruchsvoll-brutal bei Misery Index ab.

Omnium Gatherum

Die Eröffner des Festivals waren Omnium Gatherum. Die fünf Herren um Sänger Jukka Pelkonen spielen starken melodischen Death Metal. Die Crowd vor der Bühne hielt sich zu Beginn der Show noch ein wenig zurück, doch hatten die Finnen großes Glück mit dem Wetter und der humanen Spielzeit von 14:30 Uhr, so dass sie vor einer ziemlich gut besuchten Masse performen durften.

Wie ein Jesus flatterte der Frontgröhler von links nach rechts, nutzte die Bühne komplett aus und sprach mit dem Publikum. „Come on my friends, my brothers and sisters, we are here to enjoy ourselves!“ Er forderte das Publikum auf, die Hände in die Höhe zu strecken und zu klatschen und was der Sänger wollte, wurde von den Brüdern und Schwestern natürlich auch gemacht. Im Hintergrund kreisten die Köpfe der anderen Bandmitglieder und als Jukka dies sah, erinnerte er die Leute noch daran, dass auch sie headbangen sollten. Bruder Jukka schien einen großen Einfluss auf die Menschen zu haben, denn auch dies taten sie freiwillig und voller Leidenschaft. Nach jedem Song wurde der Applaus lauter, zudem stießen immer mehr Leute an die Bühne.

Viele kannten Omnium Gatherum vor ihrem Auftritt nicht einmal namentlich – nach dieser energiegeladenen Show werden die Finnen aber sicherlich den einen oder anderen Fan dazu gewonnen haben. Um circa 15:05 Uhr verabschiedete sich die Band und bedankte sich bei ihren Brüdern und Schwestern. Das war ein wirklich gelungener Auftakt.

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