Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

8kids legen eine phänomenale Show hin

Zum Thema

Freitag, 15. Juni

Der zweite Tag startet mit angenehmen Temperaturen und einem wolkenbedeckten Himmel, was man durchaus willkommen heißt, immerhin ist gleich zu Beginn Frühsport angesagt. Da der Bus etwas auf sich warten lässt, nimmt man dann doch lieber die Beine in die Hand, um zur ersten Band pünktlich zu sein.

8kids

Die Darmstädter 8kids eröffnen den zweiten Tag und sehen sich einem sehr überschaubaren Pulk gegenüber, was sowohl bedauerlich wie auch erstaunlich ist – immerhin hat das Trio mit „Denen, die wir waren“ ein überaus respektables Debüt hingelegt. Und wie sollte es auch anders sein, der erste Titel „Blitzschlag“ kommt von eben dieser Scheibe und haut auch genauso rein. Mit emotionaler, manchmal etwas hysterisch klingender Stimme katapultiert Frontmann Jonas den Song ins Zelt und genau dies sind die Momente, die einen jegliche nervige Situation rund um die Organisation komplett vergessen lässt. Hier zum Quartett angewachsen, geben 8kids von Beginn an Vollgas und die anschließenden guten Wünsche scheinen sich damit schon komplett erfüllt zu haben.

Allerdings hat der Vierer ja immerhin noch eine knappe halbe Stunde und die füllt man mit energetischen Post-Hardcore, der sowohl mitreißt wie auch gefühlvoll daherkommt. So bringt man das Grönemeyer-Cover „Der Weg“ in einer so geilen Version auf die Bühne, dass es Jonas doch glattweg mal die Beine wegzieht und er etwas unsanft gen Schlagezug fällt. Das nachfolgende „Kann mich jemand hören“ zeigt sich deutlich emotionaler und verschafft immerhin eine kleine Ruhepause, die man allerdings tatsächlich genießen kann.

Hat Jonas schon ab und an den Kontakt zum Publikum gesucht, heißt es zu „vis-à-vis“ nun endgültig Tuchfühlung aufnehmen und dem Pit anständig Zunder zu geben. Mitten in der kleinen Traube wird nun der Song zelebriert, um hiernach mit einem „Fickt euch Nazis“ und ein paar klaren Worten zu rechtspopulistischen Gedanken das nachfolgende „Dämonen“ anzukündigen. Leider heißt es nun schon Abschied voneinander zu nehmen, mit einem „viel Spaß noch“ und dem unglaublich intensiven Titel „Zeit“ beschließt man die dreißig Minuten Spielzeit, die absolut begeistern konnten.

Setlist:

Blitzschlag
Über den Berg
Alles löst sich auf
Der Weg
Kann mich jemand hören
Vis-à-Vis
Dämonen
Zeit

Seite
comments powered by Disqus