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With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Being As An Ocean wirken etwas zahm

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Being As An Ocean

Wenn man an Being As An Ocean denkt, schießen unweigerlich Erinnerungen an den legendären Auftritt der 2014-er Ausgabe des With Full Force ins Oberstübchen. Damals eröffneten die Kalifornier und mähten schon mit dem ersten Titel alles nieder, was sich nicht bei drei in Sicherheit gebracht hat. Sicher war das Rund vor vier Jahren noch nicht besonders gut gefüllt, aber mittlerweile hat sich der Metalcore-Fünfer ein wahres Meer an Fans erspielt, was nicht zuletzt ihren umfangreichen Touren im Kielwasser von Stick To Your Guns geschuldet ist. So ist es nicht verwunderlich, dass der Platz vor der Hardbowl dicht gefüllt ist, als die fünf US-Amerikaner die Bühne entern.

Los geht es mit „OK“ vom aktuellen Album „Waiting For Morning To Come“. Und vor allem der weibliche Anteil im Publikum singt von der ersten Strophe an lauthals mit. Auffällig ist auch, dass der Sound des Quintetts um Shouter Joel Quartuccio seit ihrem letzten Auftritt auf dem Force wesentlich melodischer daherkommt. Die neuen Songs wie „Dissolve“ oder „Glow“ werden in weiten Passagen vom Klargesang Michael McGoughs getragen. Auch die Energieausbrüche, welche den Gesang Quartuccios prägten, wirken irgendwie zahmer. So ist nicht zu übersehen, dass es mit zunehmender Setlänge auch vermehrt enttäuschte Gesichter zu sehen gibt. Die Kraft, die Being As An Ocean so oft versprühten und prägten, bleibt irgendwo zwischen sphärischen, vor sich hin wabernden Klängen kleben. Zum Glück bringt der Klassiker „The Hardest Part Is Forgetting Those You Swore You Would Never Forget“ am Ende des rund 45-minütigen Auftrittes die Wellen im Pit wenigstens noch etwas zum Branden, sonst hätte man tatsächlich das Gefühl beim Chill-out angekommen zu sein.

Unüberhörbar gehen die Amis neue Wege, was ihr musikalisches Schaffen angeht. Selbst wenn sie sich schon immer als sehr melodisch präsentierten, scheint man hier auf eine neue Stufe gerückt, welche sich zumindest überraschend darstellt. Ein großer Teil des Pits, überwiegend die weiblichen Fans, kommen beim Emo-Core von Being As An Ocean voll auf ihre Kosten; für den Rest war es wohl eher die Kuschelrunde der Jubiläumsparty und passenderweise werden an den Getränkeständen schon mal die Feuerzeuge geschwenkt.
    
Setlist:

OK
Dissolve
Black & Blue
Alone
Glow
Thorns
The Hardest Part Is Forgetting Those You Swore You Would Never Forget

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