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With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Beatsteaks reißen das Zelt ab

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Beatsteaks

Nach der abgefahrenen Show von Parkway Drive möchte man meinen, dass hier des Nachts gar nichts mehr geht. Eigentlich sollte jegliche Energie aus den Körpern entflogen sein, aber scheinbar ist der Adrenalinpegel noch dermaßen hoch, dass sich nun alle Zuschauer gen kleiner Bühne bewegen und dort dem Überraschungsgast entgegenfiebern.

Die Beatsteaks geben sich die Ehre und sie machen beizeiten klar, dass man hier nicht zum Chill Out lädt, sondern ebenfalls deftig feiern will. Dabei gibt es keine Strobos, keine riesige Lichtshow und auch keine Pyro, der Podest hin zum Publikum lässt allerdings erahnen, dass trotzdem ordentlich Feuer unterm Arsch gemacht wird. Mit „Panic“ steigt man die Aufwärmphase ein und beendet sie auch zugleich mitten im Titel, irgendwie haut die Stimmung schließlich schon nach den ersten dreißig Sekunden hin.

Frontmann Arnim begrüßt nach „Summer“ die Anwesenden, stellt fest, dass man ja schon dreizehn Jahre nicht mehr hier gewesen sei, allerdings sehr old-school-mäßig unterwegs ist und deswegen nur alte Songs spielen möchte. Den Jubel darf man dann wohl als Zustimmung verbuchen und damit geht es schon direkt hinauf auf den Podest, um nun endlich mal Körperkontakt zu pflegen. Die Berliner kredenzen nun einen Titel nach dem anderen und dies mit einer Spielfreude, der man sich nur ergeben kann. Zwei Cover finden den Eingang in die Gehörgänge, wobei die Stimmung zu „Hand In Hand“ wohl nicht mehr zu übertreffen ist. Hier wird gesprungen, geklatscht und die Stimme komplett in Schutt und Asche zerlegt.

Die Frage, wann man zum ersten Mal auf dem Force gespielt wird, tut man eher mit einem Grinsen ab, immerhin seien wohl einige der Zuschauer noch nicht mal auf der Welt gewesen. Mag sein, dafür geben sie hier und heute gleich noch ihren Anteil für die vergangenen Auftritte mit ab. Aber es kommt, wie es kommen muss – wenn es am schönsten ist, ist es wohl auch Zeit zum Gehen. Arnim sucht sich auch schon einen Weg und der führt direkt auf eine Säule hin zu den Zuschauern, um diese denn gleich noch auf die Knie zu bitten.

Als aufgrund der Szenerie nun reichlich Handys nach oben gehen, folgt nicht nur die Bitte auf Vier zu springen, sondern sich doch endlich von diesen lästigen Teilen gleich mit zu befreien. Klar wird nun gesprungen und tatsächlich fliegt auch etwas umher; wie viele nun im Nachgang ihr Kommunikationsmittel suchen, bleibt leider ungeklärt. Arnim begibt sich derweil als Crowdsurfer zurück auf die Bühne, legt noch einen Tanz an den Boxen hin und schon steht das Publikum alleingelassen im Zelt. Die Zugabe-Rufe verhallen auch hier im Nichts, immerhin stehen schon Apocalyptica an ihren Cellos, um die Jubiläumsausgabe zu beschließen.

Setlist:

Panic
Jane Became Insane
Summer
Demons Galore
Cut Off The Top
To Be Strong
Frieda und die Bomben (Fu Mancu-Cover)
Unminded
Monster
Hello Joe
Hand In Hand
Sabotage (Beastie Boys-Cover)
Let Me In

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