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With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Überzeugen auf ganzer Linie: Life Of Agony

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Life Of Agony

Nachdem des Nachmittags schon In This Moment mit ihrer außergewöhnlichen Show überraschten, ist es nun an Life Of Agony, noch ein paar Energiereserven aus den Zuschauern zu kitzeln. Was angesichts der Tatsache, dass Rise Of The Northstar oder auch H2O ungemein intensive Shows hinlegten, fast unmöglich scheint. Trotz der guten, frühabendlichen Spielzeit will sich der Parcours nicht so wirklich füllen, was auch damit zu tun hat, dass die New Yorker schwerer einzuordnen sind.

Der Alternativ-Viererpack, der offensichtlich auf Gleichberechtigung setzt und ein ausgewogenes Männlein-Weiblein-Verhältnis präsentiert, eröffnet mit „This Time“ und beginnt damit einen unglaublich einnehmenden Gig. Mina Caputo ist zweifelsohne der exzentrische Mittelpunkt des Geschehens, der aber bestens von den Mitstreitern flankiert und unterstützt wird. Schon hier ist zu spüren, dass die Veranstalter mit der Auswahl alles richtig gemacht haben. Gut arrangierte, vielschichtige Stücke sind zu hören, die durch die herbe, volle Stimme von Caputo noch mehr an Tiefe gewinnen. Die sonst so androgyn wirkende Fronterin zeigt sich heute eher damenhaft, um trotzdem jeden Satz völlig auszuleben.

Schon beim zweiten Song „Through And Through” bekommt sie von Zuschauern hierfür Herzen zugeworfen, welche sie mit einem Kussmund in die andere Richtung beantwortet. „Lost At 22“ gibt ihr wieder ausreichend Platz für ihre extravagante Performance, die aber den restlichen Musikern ebenso viel Spielraum anbietet. Mit „Weeds“ folgt hier schon der gefälligste oder tanzbarste Titel des Sets, der aber ordentlich vorantreibt und damit als Gegensatz zum nachfolgenden „Tangerine“ steht, welches eher einfach gehalten ist und vor allem durch die sensationelle Stimme Minas an Wert gewinnt.

„River Runs Red“ läuft schon fast von allein und kann zu Begeisterungsstürmen anregen, doch leider kommt nun schon der letzte Song auf die Bühne. Vorher bedankt sich Caputo bei Gary von Pro-Pain und lädt ihn direkt als Gastsänger ein. Aus dem Rund ertönen nun hundertfache Gary-Rufe, der sich allerdings auch weiterhin ziert, aber schließlich doch den Refrain von „Underground“ unterstützt. Ihm wird dann der Abgang mit einem Szenenapplaus versüßt und als der Titel schließlich zu Ende ist, fliegt ihm noch eine völlig begeistere Caputo in die Arme. Am liebsten möchte man sich dem anschließen, aber Standing Ovations von der VIP-Bühne sagen im Endeffekt schon alles. Hier kann man nur beide Daumen nach oben recken!

Setlist:

This Time
Through And Through
Other Side Of The River
Lost At 22
Weeds
Tangerine
Meet My Maker
Bad Seed
River Runs Red
Underground

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