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With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Geschmeidigen Oi!-Punk bieten Perkele

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Perkele

Das Wechselspielchen der Bühnen geht weiter, auf der Hardbowl freut man sich mittlerweile schon auf den Headliner, welcher aus Göteborg kommt und hier mittlerweile Kultstatus erreicht hat. Wer jetzt an In Flames denkt, irrt, denn die völlig entspannten Jungs von Perkele sind an der Reihe.

Hatte man des Nachmittags schon mal das Thema Standfußball, darf man es bei den Schweden eigentlich wieder ausgraben. Immerhin ist das Oi!-Punk-Trio ebenfalls nicht wirklich für ausgedehnte Bewegungseinheiten bekannt und fast möchte man Wetten abschließen, wie weit man sich heute vom Mikrofonständer entfernt. Dafür zeigen Perkele schnell, dass überschäumende Energie auf der Bühne völlig überbewertet wird. Schwung wird mit der Musik ins Geschehen gebracht und wie der Auftakt mit „A Way Out“ zeigt, funktioniert dies auch prächtig. Sofort wippen die ersten Füße, Hände und Köpfe im Takt mit, Bierbecher werden geschwungen und sich so in die schönste Glückseligkeit versetzt.

Musikalisch liefern die Schweden mitsingbaren, geschmeidigen Oi! ab, der gut in die Beine geht und zudem leicht verdaulich ist.  Große Überraschung bringt das Liedgut also nicht mit sich, dafür passiert auf der Bühne schier undenkliches: Gitarrist Ron und Bassist Chris treffen sich tatsächlich zum gemeinsamen Spiel und hinterlassen schon das erste staunende Publikum. Dafür gibt es doch glattweg mal nicht nur Applaus, sondern man singt nun umso lieber mit. So vibrieren bei „Me“ oder dem Klassiker „Moments“ wohl sämtliche Stimmbänder, die Hingabe wird von Ron mit einem „Dankeschön. Ich liebe dich“ erwidert.

Als „He Loves Violence“ angestimmt wird, mag man schließlich seinen Augen nicht trauen! Tatsächlich gibt es nun gar eine kleine Choreo der Saitenfraktion zu sehen, am liebsten möchte man sich diesen Tag im Kalender markieren, allerdings hat man keine Zeit, denn immerhin muss bei Songs wie „Cowards“ oder „No Shame“ nochmal das Tanzbein geschwungen werden. Im Anschluss gibt es gleich noch „Forever“ zu hören, welches wieder kräftig mitgegrölt wird und damit sind die Schweden auch schon von der Bühne verschwunden.

Verwunderung macht sich breit, die sich schließlich in Zugabe-Rufen entlädt, das Licht bleibt an, doch kurze Zeit später wird alle Hoffnung begraben und einer Dreingabe ein Riegel vorgeschoben. Wirklich sehr schade, dass „Heart Full Of Pride“ nun nicht mehr gespielt werden durfte, ist es doch der ultimative Abräumer der Schweden. Trotzdem ein starker Auftritt von Perkele und immerhin sind sie damit auch nicht die bewegungsärmste Band des Festivals geworden.

Setlist:

A Way Out
Visitors
Paradise
My Home
Me
Psychopath
Moments
What Have I Done
He Loves Violence
When You're Dead
Cowards
No Shame
Forever

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