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With Full Force 2018

Rauschende Jubiläumsparty mit ein paar Wermutstropfen

Partystimmung gibt es bei Eskimo Callboy

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Eskimo Callboy

Während auf der Metal-Hammer-Stage Wolves In The Throne Room ihre Runden ziehen, sorgt derweil auf der Hauptbühne eine Band für extremen Zuschauerandrang, die im Vorfeld mit reichlich Häme bedacht wurde: Eskimo Callboy sind am Start.

Mancher wird sich hier nun genüsslich zurücklehnen wollen und darauf warten, ob es nun Rosen oder Känguruhoden regnet, aber von alldem bleiben die Castrop-Rauxeler verschont. Stattdessen trifft man auf ein mehr als nur wohlgesonnenes Publikum, immerhin ist die Metal-Trancecore-Truppe bestens für ihre Partylaune bekannt. Es wundert damit nicht ansatzweise, dass bereits „The Scene“ vom gleichnamigen Album fett abgefeiert wird. Ein „geil wieder hier zu sein, wir haben den Sommer zurück“ gibt es zur Begrüßung und schon darf zu „My Own Summer“ anständig abgegangen werden. Natürlich packt man noch eine Extraportion Lärm für die 25 Jahre obendrauf und schon versinkt die Bühne wieder in treibenden Rhythmen.

Eskimo Callboy lassen auch infolge nichts anbrennen, es wird angeheizt was das Zeug hergibt; dabei kommt man selber keine Sekunde zum Stillstand und Front-Schreier Sushi ist zumindest hin und wieder anzumerken, dass er ordentlich zu pumpen hat. Sein Schreigefährte Kevin scheint über eine bessere Kondition zu verfügen und springt selbst ausgiebig mit, merkt dann kurz darauf an, dass man ja erst am nächsten Tag abreisen würde und man so gemeinsam die totale Zerstörung ausleben kann. Zu „Shallows“ übt man diese schon mit einer deftigen Wall of Death, welche deutlich üppiger ausfällt als beim Headliner vom Vortag.

Tatsächlich gibt es hier keinen einzigen Titel, bei dem nicht mitgeklatscht, gesprungen oder gemosht wird. Unablässig ziehen Crowdsurfer ihre Kreise, ständig angepeitscht von der Bühne verwandelt sich der Asphalt zu einer glühenden Partypiste, die ihresgleichen sucht. Mit einem Gruß an die VIP-Bühne geht es dann hinüber zum Frischling „VIP“, bei dem Sushi mal die Gitarre zur Verkostung nutzt. Kevin interessiert es hingegen, wer vor 12 Uhr schon aufgestanden ist und bescheinigt den sich Meldenden, dass sie kein wirkliches Leben haben, immerhin steht man maximal für Metallica zu dieser unchristlichen Zeit auf.  Und wenn hier schon keine Rosen geworfen werden, gibt es nun die Aufforderung Becher auf die Bühne zu werfen. Haut auch außerordentlich gut hin, so wähnt man sich schon als Pfand-Millionäre vom Festival zu traben.

Zu „MC Thunder“ gibt es letztmalig die Chance zum Abriss. Da einfaches Mitspringen mittlerweile weit unter Niveau wäre, darf nun die versammelte Meute mit acht Sprüngen zur Seite abfeiern und natürlich gibt es dieses feine Bild auch auf der Bühne zu sehen. Egal wie man zu der Truppe steht, Abriss und Party wird hier bis zum Abwinken zelebriert und dies muss man den Herren tatsächlich anerkennen.

Setlist:

The Scene
My Own Summer
Back In The Bizz
Shallows
Muffin Purper-Gurk
VIP
Is Anyone Up
Crystals
Best Day
MC Thunder

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