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With Full Force 2017

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

Swiss & Die Andern

Was bei Swiss & die Andern auf die Bühne kommt, konnte man ja schon im Vorfeld gut hören. Dass dies offensichtlich bestens ankommt, zeigt ein rappelvolles Hardbowl-Zelt.

Während DJ Da Wizard das Set startet, zeigt sich in den ersten Reihen ein williges Publikum und als der Rest der Band einsteigt, wird das Ganze zu „Schwarz Rot Braun“ endgültig aufgemischt. Angereichert durch die stimmliche Unterstützung von Gast Shocky lassen die Hamburger hier nichts anbrennen. Frontmann Swiss grüßt das Festival, selbst wenn man immer noch nicht glauben kann, tatsächlich hier spielen zu dürfen und man wohl eher die Kanarienvogel-Position einnimmt. Sicher ist die Mischung aus Rap und Punk bisher kaum da gewesen, allerdings gibt der Anblick des Zelts dieser Besetzung komplett recht. Und wenn die Temperaturen nun schon im Sekundentakt steigen, darf sich auch endlich mal freigemacht werden. Der Hinweis auf Gleichberechtigung verpufft allerdings, stattdessen ergötzt sich die Damenwelt lieber an dem Anblick auf der Bühne.

Ein „Fick dich“ an die AfD beschert einen Extraapplaus, bevor mit „Vermiss dich“ der früheren, kinderlosen Zeiten gedacht wird. Swiss zeigt sich immer wieder als plauderwilliger Mittelpunkt des Geschehens, der sowohl anheizen als auch Aussagen treffen kann. Ebenso stellt sich das Set der Hamburger dar, groovt sich eben noch das bärenstarke „Germanische Angst“ in Bauch und sicher auch in einige Köpfe, kommt mit „Punkah auf Sri Lanka“ gar etwas Urlaubsfeeling auf. Zugegebenerweise taucht selbst bei diesem Reggae-lastigen Titel ein Statement auf, allerdings werden in erster Linie die Tanzbeine animiert und nicht wenige, die sich am Rand eine kleine Ruhepause gönnen, hält es nicht mehr länger auf dem Beton. Das Zelt tanzt, feiert und das kurze Zwischenspiel mit „Junge“ von Die Ärzte tut sein Übriges, um die Meute völlig aus dem Häuschen zu bringen.

Da man ja bekanntlich aufhören soll, wenn es am Schönsten ist, könnte man jetzt auf das Ende des Gigs wetten. Das ist allerdings noch nicht erreicht, stattdessen folgt „Wir gegen Die“. Und tatsächlich können Swiss & Die Andern gar noch einen draufpacken, das stimmliche Dreigespann aus Swiss, Shocky und Da Wizard walzt sich über den Platz und wird schließlich von einem fetten Chor unterstützt. Was im Vorfeld noch mit einer gewissen Skepsis betrachtet wurde, erweist sich als guter Griff des Veranstalters, denn den Hamburgern gelingt ein markant-deftiger Abriss, für den man nur beide Daumen nach oben zeigen kann.

Setlist:

Der Scheiss is' live
Schwarz Rot Braun
Punk zurück
Das schwarze Schaf
Fick dich
Vermisse dich
Germanische Angst
Punkah auf Sri Lanka
Wir gegen Die

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