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With Full Force 2017

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

Avatar

Kaum sind die letzten Klänge von Counterfeit verklungen, geht es schon auf der Ferox-Stage mit Avatar weiter, die, gemessen an Bekanntheitsgrad und Bestehen, einen recht frühen Slot erwischen. Leider hat dies auch zur Folge, dass der Zuschauerzuspruch sich immer noch in Grenzen hält, was glücklicherweise nicht die Laune der Schweden trübt.

Mit „Hail The Apocalypse“ steigt das Melodic-Metal-Geschwader ein und selbst wenn die etwas düster angehauchte Bühnenshow und ein sonniger Frühnachmittag so gar nicht zusammenpassen wollen, begeistert der Schweden-Fünfer von Beginn an. Die ersten Pommesgabeln fliegen in die Höhe und als Frontmann Johannes Eckerström die Anwesenden nicht nur mit überschwänglicher Mimik und seiner variablen Gesangsdarbietung, sondern auch noch im astreinen Deutsch begrüßt, ist jeglicher Bann gebrochen. Er kokettiert fröhlich weiter über den langen Anreiseweg von Göteborg und den noch mangelnden Enthusiasmus jenseits der Bühne, was immerhin auch den Letzten im Rund den Allerwertesten hochbewegen und die Stimmbänder schwingen lässt. Der Startschuss ist gesetzt und von nun an steht der „Wir sind Avatar und haben Knoblauch im Haar“-Party nichts mehr im Wege.

Das mit hymnischen Zügen versehene „New Land“ schwirrt durch die sommerliche Arena, bevor zu „The Eagle Has Landed“ wieder anständig Haupthaar und Hände zum Einsatz gebracht werden können. Avatar lassen hier tatsächlich nichts anbrennen und sie lieben es heiß, sehr heiß sogar. Umso passender kommt nun „Let It Burn“ daher; ein weiteres Mal von Show und den unglaublichen Entertainerqualitäten von Fronter Johannes entfacht, ist es allerdings schon Zeit, sich voneinander zu verabschieden. Ein Wiedersehn wird versprochen, darüber philosophiert wie schlecht das Schwedisch der Zuschauer sei und mit diabolischem Grinsen verkündet Johannes zudem noch drei Wünsche: Laut sein, wie Freaks aussehen und stinken. Zumindest ersteres wird beim abschließenden „Smells Like A Freakshow“ erfüllt, sicher auch der letzte Wunsch, immerhin lassen die Powerfäuste und die bangenden Köpfe vermuten, dass nun gründlich der Schweiß fließt. Auf jeden Fall hat ein Großteil nach dem deutlich zu kurzen Set das Gefühl, erstmal nachtanken zu müssen.

Setlist:

Hail The Apocalypse
Paint Me Red
New Land
The Eagle Has Landed
Let It Burn
Smells Like A Freakshow

Als im Anschluss Wolfs Down ihren Auftritt zelebrieren, wird schon hektisches Treiben an den Ständen und Zelten sichtbar und dies verheißt nichts Gutes. Zwar kann die Band ihren Gig noch halbwegs zu Ende bringen, danach ist allerdings erstmal Sense. Kaum unterbrochen, tobt sich schon eine Unwetterfront über dem Gelände aus, bei der wohl niemand trockenen Fußes sein Zelt oder Auto erreicht hat. Nach etwa fünf endlosen Stunden Wartens gibt es wieder Hoffnung und das Festival wird wieder freigegeben. Allerdings hat das Zwischenspiel der Deez Nuts, bei dem erst nach und nach die Zuschauer eintrudeln, eben nur Kurzzeitcharakter. Den nachfolgend geplanten Toxpack obliegt es, den endgültigen Abbruch zu verkünden. Ein paar emotionale Worte des Veranstalters gibt es noch oben drauf, die es immerhin schaffen, die größte Enttäuschung etwas zu dimmen.

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