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With Full Force 2017

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

Kreator

Kurz bevor sich der letzte Headliner des Festivals die Ehre gibt, steigen auf einem der Abraumbagger die Flammensäulen auf, ein Feuerwerk wird gezündet und Kreator damit würdig auf die Bühne gebeten. Doch bevor sich nun die nächsten Minuten nur über das Spektakel am abendlichen Himmel unterhalten wird, zeigen die Essener Thrash-Metal-Urgesteine, dass sie selbst in puncto Show ordentlich was auffahren können.

Nun kann man sich sicherlich darüber streiten, ob man bei Metal-Konzerten unbedingt Konfettibomben wie beim Intro „Choir Of The Damned” zünden muss, die zwei Bengalos an den Bühnenseiten erweisen sich allerdings ungemein stimmig und lassen die Anspannung weiter steigen. Das Ganze entlädt sich schließlich in einem gemeinschaftlichen Aufschrei, als Kreator die Bretter betreten und der erste Titel „Hordes Of Chaos“ über den Parcours drischt. Dass man nicht nur neue Lieder vorstellt, wird schon beim nachfolgenden „Phobia“ klar, immerhin feiert das entsprechende Album „Outcast“ gerade sein Zwanzigjähriges.

Mit „Satan Is Real“ geht es direkt wieder in die Gegenwart und hinein in ein Flammenmeer auf der Bühne, welches die ersten Reihen mit Sicherheit gut durchwärmt. Wem dies noch nicht reicht, kann sich direkt hiernach von Mille mittels „Nebelgewehr“ einhüllen lassen. Vielleicht überlegt man, ob die Essener tatsächlich so viele Showelemente einbauen müssen, eigentlich spricht ihre Musik für sich. Zudem gibt es ein Bühnenbild zu sehen, was schon ausdrucksstark genug ist. Je nach Beleuchtung treten die unterschiedlichen Elemente hervor und besonders die gotischen Fenstern nachempfundenen Leinwände, kommen immer wieder zum Tragen. So mag man es schon als besonderen Moment empfinden, als zu „Fallen Brother“ hier die Bilder all der verstorbenen Metal-Ikonen aufglühen.

Im zweiten Drittel der immer wieder mit Einspielern bedachten Show, ist es nun doch so weit, dass Mille das Publikum begrüßt. Auch wenn er mit „Willkommen in Ferropolis“ seine Wortwahl scheinbar sehr überdacht hat, folgt ein „Ahu“, welches der Frontmann mit einem knappen „ihr wollt wohl einen Mosh-Pit provozieren?“ knapp kommentiert. Und der kann sich zu „Enemy Of God“ ausreichend entladen. Wer jetzt noch zu viel Energie hat, tobt sich an den umherfliegenden Luftschlangen aus und manche haben nun für den Rest des Konzerts ihr Spielzeug gefunden. Die große Mehrheit widmet sich allerdings dann doch wieder dem Geschehen auf der Bühne und lässt lieber die Matte kreisen.

„Violent Revolution“ wird von einem Meer aus Flammensäulen flankiert und dann heißt es auch schon „dies ist die letzte Chance zum Abgehen“. Mit „Pleasure To Kill“ verabschieden sich die Essener nach einem starken Auftritt, der eines Headliners würdig ist und hoffentlich nicht der Letzte bleibt.

Allerdings sei angemerkt, dass sich der Zuschauerandrang am Sonnabend durchweg reduzierte und somit fraglich bleibt, ob der Wechsel auf andere Wochentage tatsächlich sinnvoll war.

Setlist:

Choir Of The Damned (Intro)
Hordes Of Chaos
Phobia
Satan Is Real
Gods Of Violence
People Of The Lie
Total Death
Mars Mantra (vom Band)
Phantom Antichrist
Army Of Storms
Fallen Brother
Enemy Of God
From Flood Into Fire
Apocalypticon (vom Band)
Hail To The Hordes
Civilzation Collapse
The Patriarch (vom Band)
Violent Revolution
Pleasure To Kill
Death Becomes My Light (Outro)

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