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With Full Force 2017

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

tuXedoo

Willkommen am Sandstrand der Metal Hammer Stage. Da, wo eigentlich das Meer von Headbangern peitscht, setzt am frühen Samstagnachmittag erst ganz langsam die Flut an Besuchern ein. Man chillt halt, bei schönstem Sonnenschein, noch etwas im Sand.

Aufgestört wird das, zu so früher Stunde schon erschienene Publikum, von der einsetzenden Blasmusik, auf dass auch alle Madeln und Burschen mit ihrem Frühschoppen-Bier den Weg vor die Bühne finden. Und auch die waschechten Oberösterreicher von tuXedoo betreten die winzig wirkende Bretterbude mit einem zünftigen Bier in der Hand. Von nun an werden die verschlafenen Gehörgänge wieder ordentlich freigeblasen. Alpencore nennen die sechs Mattighofer ihren Metalcore mit interessanten Einflüssen aus der heimatlichen Volksmusik. Mit "Forget The Sorrows/Triduum Sacrum" bricht dann auch schon das Alpengrollen über alle Anwesenden herein. Doch die Sonne lässt sich heute nicht vertreiben. So entert zum folgenden "Baywatch" zur Belustigung der Menge ein alpenländisches Mitch-Double samt Rettungsboje die Stage, um ein Bad in den lauen Fluten der Zuschauer zu nehmen. Damit er beim Crowdsurfen nicht auf Sand läuft, nehmen diese ihn auf und tragen unseren Bademeister eine Runde im Kreis, bevor er wieder festen Boden unter die Füße bekommt.

Die nächsten Stücke sind dann wieder vom knallhartem Metalcore-Gewitter geprägt, aufgelockert von genial eingesetzten Percussions aus allem, was man im heimischen Kuhstall so finden kann. So kommen unter anderem Milchkannen und Kuhglocken zum Einsatz, wobei letztere zu "Anger" brutal mit einem Baseball-Schläger bearbeitet werden. Zuvor hatte man gerade noch die locker stehenden Reihen zu verdichten versucht, indem die Band Freigetränke an alle verteilte, welche nach vorn an den Bühnengraben drängen – unter der Bedingung, auch da zu bleiben.

Nach dem sechsten Song "Insist On Freedom" verlassen tuXedoo die Bühne, um wieder Platz zu machen für ihren Alpen-Mitch. Diesmal im knackigen Raver-Outfit, zu den Beats von Scooters "How Much Is The Fish". Und dann sind die österreichischen Burschen schon wieder zurück, um zu zeigen, wie man so ein Stück anständig im Metalcore-Style verpackt, was eine schöne Mitgröl-Party-Nummer ergibt. Mit dem abschließenden "Flood" endet das 40-minütige Set. Dazu werden alle Beteiligten nochmal zum Mitspringen angeregt, auf dass der Sand ordentlich aufgewühlt wird.

Beim nächsten Besuch des With Full Force dürfen tuXedoo ruhig eine größere Bühne bekommen und hoffentlich auch ein größeres Meer von Headbangern. Verdient hätten sie es.

Setlist:

Forget The Sorrows / Triduum Sacrum
Baywatch
Kill The Farmer
Jealousy
Anger
Insist On Freedom
How Much Is The Fish
Flood

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