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With Full Force 2017

Gelungene Premiere der Stadt aus Eisen

Elsterglanz

Früher Nachmittag, das Feld vor der Ferox-Stage ist schon bestens gefüllt, einige Schürzenträger werden gesichtet. Der alteingesessene With-Full-Force-Gänger weiß sofort Bescheid: Das Komikerduo Elsterglanz hat mal wieder den Weg aufs Festival gefunden. Die bedeutet zugleich kein normales Konzertprogramm, sondern eben Comedy mit Mansfelder Mundart und ein paar eingestreuten Titel.

Zwei Backöfen und ein überdimensionierter Kasten Sternburger bieten die Kulisse und genau aus diesem springen schließlich Sven und Gilli, um mit Jubel begrüßt zu werden. Von der Bühne kommt ein fröhliches Hallo zurück, zugleich wird gleich noch etwas das Publikum angeheizt und klargestellt, dass man hier „Ahu“ grüßt. Dann ist es aber schon Zeit für Frühspurt mit musikalischer Umrahmung, immerhin sei man ja nicht nur zum Saufen hier. Also Bier weg und kräftig mitgesprungen. Was über die Tage nicht jeder Band gelingt, erreichen Elsterglanz mit spielerischer Leichtigkeit: Von der ersten bis zur letzten Reihe sieht man Menschen umher hüpfen und sich derbe daran erfreuen.

Egal welchen Kommentar man gibt, egal ob man das Publikum auch mal beleidigt, gefeiert wird das Duo in jedem Fall und dies hat sogleich ein neues Lied anzubieten, bei welchem man zuvor schon mal den Refrain vorsagt. „900 Euro“ berichtet von der wirtschaftlichen Schieflage und nach der vorherigen Einweisung kann man sich nun an ausreichend Mitgrölenden erfreuen. Dann passiert aber das Unfassbare: Sven zeigt das Peace-Zeichen und macht sich damit strafbar gegen den Heavy Metal. Gilli verliest die Anklagepunkte und damit geht für Sven ab auf den elektrischen Stuhl, aber wer so oft das WFF überlebt hat, übersteht auch dies und damit kann man nun zum nächsten Song übergehen.

„De Mutter von James Bond“ ist an der Reihe, laut Gilli hat nun endlich auch der Sänger des Originals festgestellt, dass die Coverversion besser ist und folgerichtig erscheint nun im Funkenregen Tobias Künzel von Die Prinzen zur Unterstützung. Mit weißem Shirt macht er sich sicher ebenso im Sinne des Metal schuldig, aber immerhin kann man das Etwas auf dem Kopf vielleicht schon als Beginn einer stilechten Matte interpretieren. Zumindest schlägt er sich mehr als wacker und dafür gibt es nicht nur einen Blumenstrauß von Elsterglanz, sondern auch einen wärmenden Applaus der Zuschauer.

Damit ist man allerdings schon fast am Ende des Programms angekommen, mit „Kaputtschlaahn“ steht der letzte Titel an, welcher natürlich standesgemäß vom Rund abgefeiert wird. Pyrotechnik, Luftschlangen und ein letztes dreifaches „Ahu“ und das war’s. Na nicht ganz, immerhin wird noch die fast schon bösartige Bitte geäußert, dass, wenn am Abend Mille von Kreator das With Full Force begrüßt, ihm ein ebenso euphorisches „Ahu“ entgegen geschmettert wird.

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