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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Perkele bringen die Stimmbänder der Zuschauer zum glühen

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Perkele

Da sind Perkele endlich als Headliner auf der Hard-Bowl-Bühne gesetzt und nun tobt sich ausgerechnet die HC-Amazone Candace von Walls Of Jericho als Gegenpart aus. Was bedeutet, dass das Zelt gerade mal zur Hälfte gefüllt ist. Wenngleich man dies sicher als Pech für die Schweden einstufen kann, hat es immerhin auch den Vorteil, dass nun keine Laufkundschaft vorhanden ist, sondern nur die Fans des Göteborger-Oi!-Punks anwesend sind.

Dies wiederum beschert dem Oi!-Dreier einen sensationellen Start, der mit „Roots“ perfekt gewählt ist. Immerhin flattert hier schon der erste Klassiker in die Gehörgänge und eigentlich könnte sich Ron komplett auf seine Gitarre konzentrieren, der Gesang wird eh von den Zuschauern übernommen. Aber seine Stimme mit beizusteuern, lässt er sich natürlich trotzdem nicht nehmen. Zudem kann man schon das erste freudige Wippen des Fußes feststellen, was bei den als bewegungsarm geltenden Schweden als Zeichen höchster Begeisterung gewertet werden darf. Als Ron und Bassist Chris bei „A Way Out“ gar noch ihre Plätze am Mikro verlassen, um etwas auf der Bühne umher zu laufen, möchte man glattweg von euphorischer Stimmung seitens des Trios sprechen. Jenseits der Bretter herrscht die auf jeden Fall, denn dort wird jeder Titel kräftig abgefeiert. Bierseligkeit und der Spaß an der Musik ist hier die Devise und so liefern Perkele mit „Moments“ quasi den Soundtrack des Geschehens, denn genau diese Momente werden besungen und es sind diese Augenblicke, an die man sich auch noch gerne im Winter erinnert.

Mit „Cowards“ verlassen Perkele stellenweise den Oi!-Sektor und zeigen sich mehr lang auslaufenden Riffs zugewandt, wie man auch zu „No Shame“ ein längeres Instrumentalstück ausbaut, welches eine gestiegene Qualität ihrer Stücke unterstreicht. Mit „Forever“ kehrt man wieder ganz zu sich zurück und der Bühne damit auch den Rücken. Das „Dankeschön“ wird mit Zugabe-Rufen beantwortet und tatsächlich kehrt das Trio nochmals zurück. Hier zeigen Perkele, wie man einen Drei-Minuten-Song ganz entspannt auf gut zehn Minuten ausdehnen kann: Man lässt einfach die Zuschauer immer wieder den Refrain singen. Chris verschwindet im Graben und heizt von dort aus, währenddessen sich Ron weiter dem Gesang widmet, bis er von Chris abgelöst wird. Das eh schon brodelnde Zelt ist nun völlig am Überkochen und als Letzter stimmt noch Drummer John ein weiteres Mal an, um ebenso viel Zuspruch zu erhalten. Da man aber bekanntlich aufhören soll, wenn es am schönsten ist, ist jetzt wirklich das Ende gekommen. Die letzte Euphorie wird schließlich mit einsetzender Musik aus der Dose gelöscht, und damit kann man sich auch vom Acker machen.

Setlist:

Roots
Visitors
A Way Out
Paradies
Moments
Hang ‘em High
My Home
Cowards
No Shame
Forever
Heart Full Of Pride

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