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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Hochgeschwindigkeits-Punk verabreichten Anti-Flag

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Anti-Flag

Es ist Sonntagabend und auch diesmal darf eine Punk-Band den letzten Auftritt im Zelt hinlegen. Das Oi! kann allerdings gestrichen werden, höchstens besteht die Frage, warum Anti-Flag nicht auf der großen Bühne spielen dürfen. Immerhin handelt es sich hier um eine mehr als angesagte Formation, die allerdings das Zelt gut füllt und es sogleich zu ihrem zu Hause machen kann.

Mit „The Press Corpse“ eröffnen die Amis und von hier aus gibt es Hochgeschwindigkeits-Punk-Rock bis zum Anschlag, der das Tempo ihrer Alben bei weitem übertrifft. Dabei schont der Vierer weder sich noch das Publikum, welches des Abends noch mal seine letzte Energie aufbringen muss, um hier dem Dauerspeed folgen zu können. Hier noch den Sprüngen von Chris#2 folgen zu wollen, macht aufgrund deren Häufigkeit und Höhe sicher nicht mehr viel Sinn, dafür verlegt man sich lieber in eine Dauer-Pogo-Arie.

Anti-Flag werden ebenso nicht müde ihre kurzen Statements zu aktuell politischen Themen zu hinterlassen, so wundert es nicht, wenn man mit „Fuck Nazis“ den ersten Circlepit eröffnet. „This Machine Kills Fascists“ wird als Soundtrack beigelegt und damit steigt in der Mitte des Zelts ein wildes Treiben, welches nur durch einen kurzen Securitybesuch gestört wird. Der Einsatz ist allerdings mehr als berechtigt, so nett Bengalos auch anzusehen sind, mitten in der moshenden Masse ist dies einfach ein absolutes Unding.

Auf der Bühne bekommt man davon allerdings wenig mit und es werden die nächsten Titel mit gleichem Eifer ins Publikum geschossen. Schließlich gibt es eine kleine Cover-Runde – „Nazi Punks Fuck Off“ von den Dead Kennedys und „Should I Stay Or Should I Go“ von The Clash knallen in die Runde, wobei der The Clash-Klassiker sich als absoluter Abräumer entpuppt. Abgeräumt wird dann ebenso die Bühne oder vielmehr das Schlagzeug, welches mitsamt seinem Drummer Pat im Publikum Platz nimmt. Auf die Trommel wird noch Chris#2 gesetzt, der von dort aus „Die For The Government“ anstimmt. Dermaßene Publikumsnähe kommt natürlich bestens an, es werden Fäuste gereckt, bis zum Abwinken mitgegrölt und die Masse scheint nun das Zelt endgültig zerlegen zu wollen.

Für die beiden Musiker geht es aber gleich im Anschluss wieder zurück auf die Bühne, um mit „Power To The Peaceful“ den letzten Song des Abends zu kredenzen. Auch hier gibt es wieder „Mitten auf die Fresse-Punk“, der den restlichen Titeln mitnichten an Geschwindigkeit nachsteht. Ein letztes Mal werden die Stimmbänder strapaziert, die Hände wundgeklatscht und schließlich Anti-Flag für ihren Auftritt noch lange abgefeiert.

Setlist:

The Press Corpse
Fabled World
Death Of A Nation
Turncoat
Fuck The Police Brutality
All Of The Poison, All Of The Pain
This Machine Kill Fascists
Trillion Dollars
This Is The End
Nazi Punks Fuck Off
Should I Stay Or Should I Go
Brandenburg Gate
Die For The Government
Power to The Peaceful

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