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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Mit Statement und viel Energie agieren die Crushing Caspars

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Freitag, 1. Juli

Crushing Caspars

Der Eröffnungstag startet nicht nur mit angenehmen sommerlichen Wetter, sondern auf der Bühne mit Norma Jean und deren guter Vorstellung, die allerdings im leider oft üblichen Erste-Band-Soundmatsch untergeht. Sound und Technik sind aber auch gute Stichwörter für die nachfolgende Band im Zelt, denn diese sprang nicht nur als eine der letzten Formationen auf den With Full Force-Express auf, sondern verbrachte hier vor vier Jahren gefühlt die Hälfte ihrer Spielzeit mit technischen Problemen. So kann man zu Beginn des Crushing Caspars-Gigs nur hoffen, dass nicht wieder ein berechtigtes wie intensives „Fuck“ als erstes den Zuschauer erreicht.

Glücklicherweise gibt es aber heute kein Déjà-Vu-Erlebnis, „The Fire Still Burns“ dröhnt astrein aus den Boxen und damit starten die Hanseaten in ihre halbstündige Vorstellung, die kompromisslos und heftig über die Bühne brettert. Die ersten Songs werden zügig rausgehauen und gar nicht erst Zeit mit Ansagen verschwendet, irgendwann wird es aber dennoch Zeit, auch ein paar Worte zu verlieren und die dienen in erster Linie der Selbstvorstellung. Da die Frage, wer die Crushing Caspars schon einmal gesehen hat, recht wenige Handzeichen zu Tage bringt, schiebt man mit „Caspars Attack“ gleich den richtigen Titel rüber. Ob man sich an den Anblick der einzelnen Musiker zu sehr gewöhnen sollte, bleibt allerdings fraglich, da die Besetzung durchaus recht häufig wechselt. Immerhin kann aber Neu-Gitarrist Eric nicht nur anständig die Saiten zum Schwingen bringen, sondern steuert auch ein paar derbe Growls bei, die man ihm auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde.

„Provocation“ wird nachgeschoben, „Time To Go“ beginnt mit einer gefälligen Drumeinlage und da es noch nicht Zeit zu gehen ist, schließt sich der Gruß an die Heimatstadt an, bei der nicht die Fäuste in die Höhe fliegen, sondern auch dieser und jener Bierbecher gen Zeltdach fliegt. Allerdings wären die Caspars wohl nicht sie selbst, wenn sie nur auf Feierlaune setzen würden. Frontmann Snoopy stellt klar, dass man auch im Jahre 2016 keinen Bock auf Nazis und Rassisten hat und dies wird mit „Eye For An Eye“ nochmal stimmgewaltig in die Masse gebrüllt. Der eh schon knackige Refrain wird durch einem Riesenchor an Zuschauern unterstützt und avanciert damit zum absoluten Highlight des Auftritts. Hiernach verabschiedet sich die Band unter Applaus, die anschließenden „Nazis raus“-Chöre allerdings dürften die Rostocker noch etwas mehr erfreuen.

Setlist:

The Fire Still Burns    
Information Overload
No Regrets
Caspars Attack
Provocation
Time To Go
Viva la Rostock
Eye For An Eye

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