Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Die Wiedergeburt der Oberlippenbärte: John Coffey

Zum Thema

John Coffey

Mit John Coffey schiebt sich jetzt nicht etwa die Hauptfigur von „The Green Mile“ auf die Tentstage, sondern fünf Herren aus den Niederlanden, die sich aber genau nach dieser Figur benannt haben. Legten sich die Utrechter schon einen recht außergewöhnlichen Namen zu, kann man dies von ihrer Musik ebenso behaupten. Geboten wird Post-Hardcore, dem allerdings leider mal wieder nicht zu viele Besucher frönen wollen.

Bevor man allerdings die ersten Töne wirklich wahrnimmt, stechen die Oberlippenbärte von Sänger David Achter de Molen und seinem Kompagnon Alfred an der Gitarre ins Auge. So mancher wird sich hier im Zelt fragen, wann eigentlich diese unsägliche Mode wiedergekommen sei oder hofft, dass diese nur lokal begrenzt wirksam ist. Zum Gesamteindruck des Fünfers passt es allerdings, sie sind halt etwas anders. Dass sich John Coffey nicht an musikalische Grenzen halten, zeigt man schon beim Einstieg mit „Broke Neck“, hier wechseln brutale Ausbrüche in filigrane Parts und zum Abschluss gibt es gar noch einen astreinen Satzgesang obendrauf. Dazu gibt es für die Gitarristen Christoffer und Alfred noch ein paar Streicheleinheiten, die sie scheinbar noch mehr beflügeln.

Etwas bedauerlich ist hier nur, dass der sonst recht gute Sound bei ihnen etwas leidet und David Achter oft unglaublich schlecht zu verstehen ist. Dies gilt insbesondere für „No House For Thee“, welches den syrischen Familien gewidmet wird. Die hiermit einhergehende Gefahr, dass der Gig womöglich kippen könnte, umgeht man mit einer herzlichen Begrüßung, immerhin sei man ja nun quasi wieder zu Hause. Eine Einladung für ihre Tour im September folgt und zu guter Letzt begibt sich David Achter auch gleich noch ins Publikum, was natürlich das Stimmungsbarometer deutlich nach oben schnellen lässt.

Mit „Heart Of A Traitor“ schiebt der nächste fette Song über die Bretter und abermals zeigen die Niederländer, dass man ordentlich aus den Puschen kommt. Das Ganze steigert sich noch zu „Romans“ bei dem David Achter nicht nur einen Circlepit einfordert, sondern selber Teil des Ganzen wird und nimmermüde den Reigen vor sich her treibt. Dies bedeutet zugleich, dass John Coffey nun auch auf den letzten Titel zusteuern. Zu „Eagle Chasing Flies“ bekommt die Saitenfraktion nochmals viel Raum für ihr Gefrickel, um den Titel schließlich mit einem ausgiebigen Finale ausklingen zu lassen, welches allerdings deutlich übersteuert wird und letztendlich mehr nach Krach klingt. Dem insgesamt starken Auftritt von John Coffey kann dies aber nicht mehr schaden.

Setlist:

Broke Neck
Featherless Redheads
No House For Thee
Bright Companions
The Well
Heart of a Traitor
Oh, Oh, Calamity
Romans
Eagle Chasing Flies

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna