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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Bei The Real McKenzies wurde es etwas ruhiger

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The Real McKenzies

Dort, wo gerade noch die Tschechen Gutalax ihr Unwesen trieben und das Feld mit tonnenweise Toilettenpapier bestückten, dürfen sich nun die HC-Gemeinde auf die Kanadier The Real McKenzies freuen. Von Grunz-Core (sie geben tatsächlich nur Laute von sich) gleitet man nun also hinüber zu Folk-Punk und anstatt Klobürsten sollen nun Kilts geschwungen werden. Dabei ist der Siebener durchaus dafür bekannt, beste Stimmung zu verbreiten, bloß scheinbar wollen dies nicht so viele sehen. Zumindest hat man eher den Eindruck, dass es gegenüber der vorherigen Band eine Abwanderung gab.

Davon unbeeindruckt kommen die Kanadier zum Intro auf die Bühne, schwingen die Bierflaschen und stellen sich hiernach gleich vor. Dabei benennt Frontmann Paul nicht nur die Band, sondern lässt ebenfalls verlauten, dass er sich extra wegen der Zuschauer die Achseln rasiert hat. Mit freudestrahlendem Gesicht fügt er noch hinzu, dass dies nicht die einzige Stelle sei und lüftet gleich zum Beweis seinen Kilt. Damit erübrigt sich für den Rest des Auftritts die Frage was der Kanadier unterm Schottenrock trägt, es ist tatsächlich nichts.

Nach diesen nackten Tatsachen wendet man sich endlich der Musik zu. Geboten wird ein guter musikalischer Überblick über die letzten Jahre, der mit einem ordentlichen Druck daherkommt. The Real McKenzies zeigen sich hierbei nicht nur am Dudelsack bewandert, sondern legen auch die eine und andere ausgedehnte Gitarreneinlage ein. Wobei eh bei den meisten der gespielten Titel der Saitenfraktion mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird und der Punk-Rock deutlich Oberhand gewinnt. Paul versucht derweil immer wieder das Publikum zu animieren, immerhin könnte hier eine fette Party über den Acker gehen. Aber egal wie er sich bemüht, zuprostet und ständig sich in eine neue Pose schwingt, wirklich ankommen will es auf der Gegenseite nicht. Hinzu kommen noch kleine technische Probleme und dass Paul selbst stellenweise etwas schwachbrüstig klingt. Was auch immer die genauen Gründe sind, richtig Stimmung will bei dem Konzert nicht aufkommen und The Real McKenzies verlieren scheinbar immer mehr die Kontrolle über dessen Fortgang. Weder ein beschwingtes Stück wie „White Knuckle Ride“ oder das Pub-Laune geschwängerte „Drink Some More“ will so richtig zünden.

Paul McKenzie zieht zum Ende nochmals alle Register oder besser gesagt einfach seinen Kilt hoch, um seinen Allerwertesten zu präsentieren und schon geht es mit einem Gruß an alle Punker dieser Welt hin zum letzten Song. Tatsächlich können die Kanadier mit „Bugger Off“ doch noch Stimmung aufs Feld zaubern, die aber eben leider etwas spät kommt, zumal einige der Zuschauer mittlerweile abgewandert sind. Was genau schiefging, kann man eigentlich nicht sagen, aber Erfolge sehen tatsächlich anders aus. Schade!

Setlist:

Pour Decisions
Chip
Foll’s Road
Yes
Droppin Like Flies
White Knuckle Ride
Mainland
Drink Some More
Taylor Made
Bugger Off

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