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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Nach der langen Fußballpause sorgen Amon Amarth nochmal für Stimmung

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Amon Amarth

Etwas Geduld wird den Fans von Amon Amarth schon abverlangt. Es war zwar schon im Vorfeld klar, dass aufgrund des EM-Viertelfinals eine Unterbrechung stattfindet, dass sie sich aber dermaßen in die Länge zieht, hätte allerdings wohl keiner erwartet. Glücklicherweise gestaltet sich immerhin das Elfmeterscheißen (oha, was habt ihr denn gesehen??; Anm.d.Red.) spannend genug, um mit kleinen Adrenalinstößen etwas der abendlichen Kälte entgegen zu wirken. An dieser Stelle sei Jonas Hector gepriesen, der nicht nur dem Warten ein Ende macht, sondern vor allem die Laune der Verharrenden oben hält.

Die Gunst der Stunde nutzen Amon Amarth, die offensichtlich schon in den Startblöcken saßen, denn kaum ist der Jubel verklungen, startet dieser wegen des Erscheinens der Schweden erneut. Schnelles Umschalten von Fußball auf Metal ist gefragt und trotz der späten Stunde funktioniert dies hervorragend. Schon beim Einstieg mit „The Pursuit Of Vikings“ haut die Wikingeraxt tief ins Gebälk, man lässt zwar die Köpfe dran, diese dafür aber anständig kreisen. „As Loke Falls“ wird schnell hinterher geschoben, wobei sich Frontmann Johan Hegg wieselflink auf einen der drapierten Drachen begeben hat und von dort aus die Zuschauer anfeuert. Mitgenommen hat er dabei seine äußerst gute Laune, die sich auch im weiten Rund flächendeckend ausbreitet. Sollte für irgendjemand das Grinsen noch nicht ansteckend genug sein, flankiert er sich mit seiner Begrüßung in wohl jedes Herz: „Schönen guten Abend und Gratulation zum Einzug ins Halbfinale. Lasst uns feiern und zwar mit Heavy Metal.“ Ein Mann, ein Wort und schon schießt Feuer in die Höhe, derweil wird auf dem Pacult mit „First Kill“ jegliche Langeweile getötet. Und man muss nicht zwangsläufig Fan der des Fünfers sein, um sich mitnehmen zu lassen, Amon Amarth bieten eine so mitreißende wie einnehmende Show, dass man sich ihnen schwer entziehen kann.

Aber auch die Saitenfraktion lässt sich hier nicht lumpen, zu „Deceiver Of The Gods“ geht es ebenfalls auf die Drachen und wenn sie dort nicht mehr zu finden sind, kann man sie am Bühnenrand bei einer Lehrstunde in Sachen Haar-Propeller erleben. Trotz dessen, dass die Schweden eine anständige Brachialkeule auspacken, kann man bei ihnen immer wieder eine größere Verspieltheit und Eingängigkeit der Titel feststellen. So kommt bei „Destroyer Of The Universe“ ein ausgiebiger Instrumentalteil zum Vorschein, welcher von dem Heer an Headbangern dankbar aufgenommen wird. Damit wird es allerdings langsam Zeit sich zu verabschieden, dies aber nicht ohne mit „War Of Gods“ eine letzte Dampfwalze übers Feld zu schieben.

In puncto Begeisterung ist man nun auf Fanseite kaum noch zu bremsen, eine Zugabe wird eingefordert, der auch zügig nachgekommen wird. Standesgemäß gibt es aber noch Bier aus den Trinkhörnern, man stößt nochmal auf den Sieg an und zelebriert „Raise Your Horns“ mit ausgiebigen Gesängen. „Guardians Of Asgaard“ wird direkt nachgeschoben, bevor die Schweden noch einen kurzen Stopp einlegen und sich für eine weitere Zugabe etwas betteln lassen. „Twilight Of The Thunder God“ ist schließlich das großartige Finale eines starken Auftritts von Amon Amarth, der glattweg die Kälte für eine reichliche Stunde vergessen ließ.

Setlist:

The Pursuit Of Vikings
As Loke Falls
First Kill
Death In Fire
Deceiver Of The Gods
Destroyer Of The Universe
Runes To My Memory
War Of The Gods
Raise Your Horns
Guardians Of Asgaard
Twilight Of The Thunder God

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