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With Full Force 2016

Die schmackhafteste Roh-Kost des Jahres

Auch bei der 23. Auflage des With Full Force gibt es reichlich Arbeit für die Security

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Nachdem die Veranstalter des With Full Force im vorigen Jahr den Ball mal etwas flacher halten wollten und auf Altbekanntes setzten, meldet man sich zur 23. Auflage mit jeder Menge frischer Roh-Kost zurück. Was bedeutet, dass man verstärkt auf junge, nachrückende Bands setzt. Dies bedeutet nicht wirklich, dass hier nicht auch Bewährtes zum Vorschein tritt, aber selbst hochkarätige Knüppler wie Slayer oder die Hardcore-Institution Hatebreed müssen auf dem härtesten Acker Deutschlands schon ordentlich in die Puschen kommen, um den jungen Wilden Paroli bieten zu können.

Dabei kann man zuerst anmerken, dass sich das als gar nicht so prall empfundene Line Up als äußerst strapaziös herausstellt, da hier eine dermaßene Dichte an hochklassigen Bands geboten wird, dass der Festivalbesucher kaum ein wohlverdientes Päuschen einlegen kann. Oder um es mal ganz klar zu sagen: Das Programm war dermaßen brutal gestrickt, dass man sich des Abends kaum noch auf den Beinen halten kann. Schon die mittäglichen Startschüsse wie Annisokay oder To The Rats And Wolves gehen dermaßen ins Gebein, dass man die Headliner am liebsten aus dem Rollstuhl beobachten möchte. Zusätzlich wurde in diesem Jahr eine dritte Bühne eröffnet, die die Entscheidung über die jeweilige Konzertteilnahme nicht wirklich erleichterte. Sicher kann man über diese dritte Anlaufstelle geteilter Meinung sein, da sich hier die Spielzeit und auch die Zuschauerbeteiligung durchaus oft in Grenzen hielten. Fakt ist aber ebenso, dass Bands wie zum Beispiel Groovenom sich dermaßen den Allerwertesten aufrissen und die Sonne vor lauter Freude über den Gig dermaßen aus selbigen schien, dass selbst am letzten Tag noch die Regenpfützen davon zu trocknen schienen. Und selbst wenn man bei gestandenen Formationen wie The Hirsch Effekt und Varg hier nur den Nacken seines Vordermannes betrachten konnte, ist dies für aufstrebende Bands eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Zwischen alledem gab es aber auch noch spezielle Momente, einer von ihnen sorgte zugegebenerweise für etwas Unmut und dies war die Übertragung der Fußball-EM. Dabei kann man den Programmstopp für den Abend des Halbfinals mit deutscher Beteiligung durchaus verstehen, aber ob man wegen des verspäteten Starts von Amon Amarth, auch den Beginn des „Saturday Night Fevers“ um eine Stunde verschieben musste, ist sicher fraglich. Speziell oder eben etwas außerhalb von Core, Metal und Punk sind auch einige Bands einzuordnen, allerdings gaben eben solche Formationen wie Buster Shuffle, John Coffey oder Frank Carter & The Rattlesnakes dem Festival den letzten Schliff und Letzterer steuerte immerhin auch den wohl emotionalsten Moment der drei Tage bei.

Damit kann man auch 2016 von einem gelungenen und vor allem auch gut organisierten Festival sprechen. Humane Getränke-und Speisepreise und eine gut sortierte Security trugen zudem zum Gelingen bei, und trotz einiger blutiger Violent-Dancer-Nasen kann man das With Full Force auch in diesem Jahr als friedliches Treffen von Fans der härteren Gangart beschreiben.

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