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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Gern gesehene Gäste beim WFF sind Agnostic Front

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Agnostic Front

Völlig verwirrend präsentiert die Anzeigetafel den Ablauf der nächsten Stunden, so wird auf einmal Kreator aus der Liste geschmissen und die Anfangszeit der Hardcore-Veteranen Agnostic Front scheint sich hiernach um eine Stunde nach hinten zu verschieben. Aber entweder hat man es nicht gelesen oder man will kein Risiko eingehen, der größte Teil des Publikums harrt gespannt der Dinge, die nun kommen. Dies ist auch die beste Entscheidung, denn pünktlich zur ursprünglichen angegebenen Zeit betritt das Aushängeschild des New York Hardcore die Bühne.

Die Frage ob sich die grauen Eminenzen der Szene auch bei dieser Hitze durchsetzen können, wo doch schon die Jungspunde ordentlich ins pumpen gekommen sind, beantwortet sich schon beim Erscheinen. Agnostic Front gehen von erster Sekunde an völlig ab und Vinnie Stigma gleicht einem tollwütigen Hund, der die Zuschauer gleich bei der Kehle packt. Sicher im Posing, peitscht er unermüdlich das Publikum an, was sich dem auch sichtlich beeindruckt hingibt.

Zu Gehör gebracht wird Altbewährtes, wie auch brandneue Titel. Ein Punkt macht sich hierbei besonders bemerkbar und zwar, dass die Band in ihrer mittlerweile dreiunddreißigjährigen Geschichte kaum ihren Stil verändert hat. Wer also hier steht und ebenso auf Agnostic Front abfährt, verweilt ständig in einem Stimmungshoch. Sicher gibt es immer noch die ewigen Klassiker wie „For My Family“, die absolut herausstechen und sich als Selbstläufer präsentieren. Jedoch stehen auch Titel vom aktuellen Album „The American Dream Died“ dem kaum in etwas nach. „Only in America“ oder auch „Old New York“ knallen halt genauso, wie die Songs aus frühen Jahren. Absoluter Höhepunkt des Konzerts ist aber mit Sicherheit „Gotta Go“. Für die New Yorker sind dies Minuten in denen sie etwas innehalten dürfen und den Zuschauern alles weitere überlassen können. Ein kurzes Anstimmen reicht und schon entbrennt auf dem Acker ein Steppenfeuer, das sich gewaschen hat. Der Circle-Pit funktioniert von allein und wer nicht teilhaben will, zeigt sich für den Gesang zuständig. Wenn man das Treiben aus etwas erhöhter Position anschauen kann, zeigt sich im Refrain ein noch unglaublicheres Bild. Von der ersten bis zur letzten Reihe fliegen immer die Fäuste gemeinschaftlich in die Höhe. Ein geiler Anblick, der trotz der Hitze mal etwas Gänsehaut aufkommen lässt.

Aber ein jedes Konzert hat mal sein Ende und die kommt in Form des Ramones-Covers „Blitzkrieg Bop“. Den Abschiedsworten von Frontmann Roger Miret, noch einmal viel Spaß zu haben, wird augenblicklich nachgekommen. Es wird sich anständig gegeneinander geschmissen, gesprungen und gegrölt, bis der letzte Ton erklungen ist. Viel mehr Spaß kann man sicher bei einer Band auch nicht verlangen.

Setlist:

Victim In Pain
United Blood
Only In America
For My Family
Old New York
Crucified
Gotta Go
Blitzkrieg Bop

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