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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Kaputte und glückliche Fans hinterließen Eskimo Callboy

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Eskimo Callboy

Eskimo Callboy gehören zu den Bands, die sich auf dem With Full Force immer weiter nach vorn gespielt haben. Hat man sie die letzten Jahre nur auf der kleinen Bühne und auch nicht immer zu den freundlichsten Zeiten erlebt, darf man heute auf der Hauptbühne ran. Aber nicht nur dies, sie können auch den Acker davor gut mit Fans füllen. Zugegebenermaßen suchen aber auch einige Zuschauer schnell das Weite, zu technolastig und zu viel Party sind die hier meist benannten Gründe. Stimmt auch alles irgendwie, denn jetzt sieht man tatsächlich auch mal einen dieser etwas albern wirkenden Plüschanzüge. Wenn schon die Zuschauer angesichts der Temperaturen in diesem Jahr weitestgehend darauf verzichten, springt nun Gitarrist Daniel als Zebra durch die Gegend.

Allen Meckerstimmen zum Trotz muss man aber Eskimo Callboy bescheinigen, dass sie hier eine wirklich grandiose Show abliefern. Ständig in Bewegung, unbändig beim Anfeuern der Zuschauer und handwerklich deutlich zugelegt, reißen sie alle Anwesenden mit sich. Ob nun der fast schon Klassiker „We Are The Mess“ oder das brandneue „Crystals“, die Stimmung ist eigentlich ständig am Überkochen. Auch wenn gerade Sushi scheinbar die Temperaturen etwas zusetzen, bleibt trotzdem der unerbittliche Einsatz bei allen Titeln bestehen.

Mit „2 Fat 2 Furios“ bedankt man sich für die geile Party, um anschließend die Frage zu stellen, wer denn hier eigentlich das erste Album von ihnen gekauft hat. Einige Hände gehen hier in die Höhe, doch bei der nachfolgenden Erkundung, wie viele sich das Album illegal gezogen haben, erhöht sich die Anzahl der Handzeichen recht deutlich. Genau an diese geht jetzt auch der Gruß, dass man doch der Band verdammt noch mal was schuldet und nun zu „Muffin Purper-Gurk“ doppelt Gas zu geben hat. Jetzt fliegen alle Hände gemeinsam in die Höhe und auch volle Bierbecher zählen nicht mehr als Ausrede, hier hat man mitzufeiern bis der Arzt kommt. Auch Sushi und Daniel lassen sich dies nicht entgehen und werden von den eh schon gezückten Händen der Zuschauer getragen.

Mit „Best Day“ kommt gar eine kleine Rap-Attitüde zum Vorschein, und dass es für sie auch einer der besten Tage ist, kann man auch deutlich spüren. Doch leider wird nun schon der letzte Song angekündigt, die Zuschauer auf Kreator heiß gemacht und mit „Is Anyone Up?“ zur finalen Feier geblasen. Luftschlangen fliegen umher, es wird getanzt gesungen oder kurz gesagt einfach nur fett gefeiert. Dies ist eigentlich auch das Fazit des Konzerts: Das Leben ist eine Party und Eskimo Callboy liefern den Soundtrack dafür.

Setlist:

Pitch Blease
My Own Summer
We Are The Mess
Crystals
Kill Your Idols
2 Fat 2 Furios
Muffin Purper-Gurk
Voodoo Circus
Best Day
Is Anyone Up?

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