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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Einen energiegeladenen Auftritt lieferten Serum 114 ab

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Sonnabend, 4. Juli 2015

Flirrende Luft über den Straßen, Staub und eine unermessliche Hitze erwecken den Eindruck, man könne sich in der Wüste befinden. Genau dieses Sahara-Feeling lässt auch etwas die Stimmung hinten runter fallen. Die meisten Besucher finden sich erst spät auf dem Gelände ein, beweisen aber dabei ein glücklicheres Händchen in Bezug auf Alkohol, der vermehrt dem Wasser weichen muss. Für die Security sicher positiv, aber trotzdem dürfen sie speziell beim Gig von Nasty ordentlich zupacken. Deren Frontmann Matthias wird nicht im mindestens müde, die Zuschauer auf die Bühne zu locken oder sich immer wieder direkt zum Publikum zu bewegen.

Weitere Highlights des Tages sind sicher die Auftritte von Kreator, die mit ihrer perfekten Bühnenshow ebenso überzeugen, wie die Schweden Raised Fist, die mit einer immensen Energieleistung das Zelt zum Kochen bringen.

Serum 114

Wenn man sich des Nachmittags zu dem Gig von Serum 114 aufmacht, erlebt man durchaus ein eigenartiges Bild. Wo man sich sonst im Slalom durch ruhende Menschen bewegen muss, herrscht heute komplette Leere und auch vor der kleinen Bühne sind nicht wirklich viele Zuschauer anzutreffen. Mag sicher daran liegen, dass sich Deez Nuts auf der Hauptbühne ein Stelldichein geben und auch die Temperaturen sind einer übergroßen Feierwut durchaus abträglich, aber dennoch bleibt etwas Enttäuschung ob des mauen Anblicks.

Serum 114 scheint dies hingegen wenig zu stören. Frontmann Esche kommt mit einem Bengalo-Feuer auf die Bühne und dies ist durchaus als sinnbildlich für die nächsten dreißig Minuten zu sehen. Hier wird ordentlich Feuer unterm Arsch gemacht. Ist die Stimmung zu „Wo wir zu Hause sind“ noch als übersichtlich zu beschreiben, geht sie im Verlauf doch systematisch nach oben. Bei „Hängt sie höher“ wird schon ordentlich mitgesungen, einige Zuschauer tun es gar der Band gleich und springen immerhin im Refrain mit.

Und wenn man schon auf dem besten Wege ist, das Publikum klar zu bekommen, ertönt gleich noch die freundliche Aufforderung: „Bewegt euch ihr faulen Säcke, macht mal einen Pogo“. Klappt auch, zumindest an der Stelle, an der sich Esche gemeinsam mit ihnen umher wirft. Die zarte Pflanze der Begeisterung wird auch weiter genährt, als nächstes darf sich Bassist Markus seinen Lohn für den nächtlichen Reifenwechsel am Tour-Bus abholen. Sprich er postiert sich in der Mitte des Zelts und um ihn herum tobt zu „Weil ich kann“ ein euphorischer Circle-Pit.

Mit dem Hinweis, dass man sich jetzt von der Bühne machen muss, da schon die nächste Band wartet, verabschieden sich die Frankfurter. Aber natürlich nicht ohne einen letzten Song zu spielen, der ihrer Heimatstadt gewidmet ist. „Stadt die wir lieben“ ertönt, ein letztes Mal wird Gas gegeben und damit ist auch schon das Konzert zu Ende. Tatsächlich beweisen Serum 114, dass es herzlich egal ist vor wie vielen Leuten man spielt, Hauptsache, man kann ordentlich gemeinsam abgehen.

Setlist:

Wo wir zu Hause sind
Kopfüber ins Nichts
Hängt sie höher
Ich bin so
Illegale Fans
Weil ich kann
Junge, dein Leben
Stadt die wir lieben

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