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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Ein schweißtreibendes Konzert bot die Oi-Band Booze & Glory

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Booze & Glory

Oi ist zugegebenerweise auf dem With Full Force eher selten vertreten und diesmal kann man selbst den althergebrachten Punk-Rock als Minderheit verbuchen. Trotzdem bleibt das Zelt auch bei Booze & Glory relativ leer, obwohl die Band trotz einer erst sechsjährigen Geschichte sich schon einen anständigen Namen in der Szene erspielt hat.

Dafür wird es für die vorhandenen Zuschauer mit Sicherheit ein schweißtreibendes Konzert, denn schon vor Beginn lässt das aufgeheizte Zelt die ersten Rinnsale auf der Stirn erscheinen. Und dass es sich für die nächsten Minuten nicht bessern wird, machen die Jungs von Booze & Glory auch gleich klar. Beschwingt und mit guter Laune bis zum Abwinken hauen sie ihre Titel in die Massen und lassen alsbald die ersten Füße in Bewegung geraten. Zu „Our Passion“ fliegen schon die ersten Fäuste in die Höhe, für die Security bleibt es aber auch weiterhin sehr ruhig. Das Publikum beschränkt sich doch im Großen und Ganzen auf das Mitgrölen der Songs. Sicher ist dies hier nicht der Höhepunkt der Musikgeschichte, aber die Titel gehen allesamt ins Ohr und vor allem in die Beine, die jetzt eine anständige Staubwolke im Zelt aufwirbeln.

Zu „Waiting For Tomorrow“ mischen sich in die sonst so geradlinigen Songstrukturen sogar ein paar Ska-Einflüsse, die durchaus sehr belebend wirken. Und um die Zuschauer ebenfalls noch etwas besser in Wallung zu bringen, animiert Frontmann Mark zu „Leave The Kids Alone“ das Zelt zum Mitsingen. Klappt unterm Strich nicht besonders gut, aber der nachfolgende Applaus ist dafür umso größer.

Mit „Only Fools Get Cought“ macht sich ein weiteres Mal Liam an der Gitarre zum Gesang auf, den man eigentlich gar nicht so eine sanfte Stimme zutraut und doch die Gesamtwirkung der Londoner positiv beeinflusst. Die Zuschauer sehen dies offensichtlich ähnlich, denn nun werden die Herren auf der Bühne ordentlich abgefeiert. Ausgelassen und voller guter Laune treibt man aber auch schon auf den letzten Titel zu. „London Skinhead Crew“ ist der stimmungsvolle Höhepunkt des Sets, bei dem man einfach seinen Nachbarn schnappt und gemeinschaftlich in einem Reigen seine Kreise zieht. Insgesamt ein gelungener Auftritt von Booze & Glory, der das Festival gut bereichert hat.

Setlist:

Our Passion
Sick Of You
Waiting For Tomorrow
Leave The Kids Alone
Maybe
I Hope You Still Remember
Only Fools Get Caught
London Skinhead Crew

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