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With Full Force 2015

Hitzeschlacht mit abruptem Ende

Pro-Pain zogen durch und überzeugten

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Freitag, 3. Juli 2015

Der Festivalfreitag bringt sommerliche Temperaturen mit sich, was sicher ein guter Grund ist, sich mit reichlich Getränken abzukühlen. Die Tatsache, dass aber schon am Nachmittag die „Schlafplätze“ auf dem ausgedörrtem Rasen sehr rar werden, lässt allerdings vermuten, dass Bier nicht immer die beste Alternative gegen Dehydrierung ist. Aber immerhin bleibt alles größtenteils friedlich, sodass einem entspannten Fest nichts entgegensteht.

Dafür kommt eine schlechte Nachricht aus Frankreich: Rise Of The Northstar müssen krankheitsbedingt absagen. Für Ersatz wurde allerdings gesorgt und die Bulldozer von Feed The Rhino können durchaus für einen würdigen Ausgleich sorgen. Ein absolutes Highlight an diesem Tag war aber wohl der Auftritt von Enter Shikari, die in einem prall gefülltem Zelt ein dermaßen gewaltiges Feuerwerk entzündeten, dass man sich auf ein alsbaldiges Wiedersehen freut. Für eine Überraschung sorgen Terror, denn für den erkrankten Scott Vogel übernimmt Bassist David Wood den Gesang und kann sich damit auch reichlich Respekt einheimsen.

Pro-Pain

Mit Pro-Pain steht eine Band auf der Bühne, die man langsam in die Kategorie „With Full Force-Veteranen“ einstufen kann. In aller Regelmäßigkeit lassen sie sich auf dem Acker sehen und warum sie immer wieder angefordert werden, macht auch schon das erste Stück ihres Sets klar. „Deatwish“ knallt dermaßen, dass man doch am liebsten gleich den Becher mit dem Gerstensaft in die Höhe schmeißen will. Zudem verfügt der Refrain noch über eine so hohe Eingängigkeit, dass man spätestens bei der zweiten Wiederholung auch lauthals mitgrölt.

Leider ist der Chor vor der Bühne aber nicht allzu groß, was sich allerdings keineswegs auf die Leistung der Amis auswirkt. Energiegeladen dreschen die Riffs über den Platz und weil dies scheinbar noch nicht reicht, heizt die Gitarrenfraktion von den seitlichen Boxen aus immer weiter ein. Frontmann Gary hingegen scheint die knapp gemessene Spielzeit auch komplett mit Titeln ausfüllen zu wollen, viel mehr als ein kurzes „Thank You“ kommt hier nicht an Kommunikation. Stattdessen steckt er all sein Feuer lieber weiter in die Interpretation der Werke, röhrt und grunzt sich durch das Set, dass einem fast schon schwindlig wird.

„Are your with me?“, ist die Frage mit der der Titelsong der neuen CD von Pro-Pain angekündigt wird. Und diese Ermunterung tut wirklich gut, denn zu „Voice Of Rebellion“ kommt das Publikum auch endlich in Bewegung. Gary freut es scheinbar umso mehr und hämmert sich inbrünstig die Faust gegen die Brust. Bei so viel Leidenschaft stellt man auch gleich noch die Bandmitglieder vor, die hier so emsig die Bretter beackern. Applaus haben sie sich allemal verdient.

Damit naht aber auch schon das Ende des Gigs und mit „Make War Not Love“ schießt Pro-Pain nochmals eine ordentliche Rakete ins Publikum. Die entfacht auch dort ein neues Feuer, so wird das abschließende Stück auch in weiten Zügen gemeinsam zelebriert. Großartiger Song, mit schönen Instrumentalanteilen und einem grandiosen Finale, bei dem man eigentlich noch Lust auf mehr hätte. Aber hier ist nun Schluss und Zeit für eine kleine Abkühlung.

Setlist:

Deathwish
Shreds Of Dignity
Sucks To Be You
Un-American
Voice Of Rebellion
Three Minutes Hate
In For The Kill
Fuck It
Make War Not Love

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